10.02.2017 08:30

Krisenintervention des Roten Kreuzes Liezen zieht Bilanz

Die akute psychosoziale Betreuung von Betroffenen nach besonders belastenden Ereignissen, wie unvorhersehbaren tragischen Todesfällen oder schweren Verkehrsunfällen ist seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit im Leistungsspektrum des Roten Kreuzes im Bezirk Liezen.

Krisenintervention des Roten Kreuzes Liezen zieht Bilanz
Foto: Rotes Kreuz Liezen, v.l.n.r. Thomas Fuhrmann, Ulrike Gruber, Mag. Thomas Lackner.

Psychologisch speziell geschulte Mitarbeiter stehen in der Akutphase den Betroffenen in ihrer schweren Zeit zur Seite und leisten psychische Erste Hilfe. Ziel hierbei ist es, das der Betroffene seine Handlungsfähigkeit wiedergewinnt und bei der ersten Bewältigung seiner Eindrücke unterstützt wird.

Bei Bedarf kann jeder über die Rettungsleitstelle Steiermark (Tel.: 14844) die Krisenintervention des Roten Kreuzes alarmieren, eine Betreuung ist für die Betroffenen kostenlos. Im Jahr 2016 konnten die insgesamt 43 Kriseninterventionsmitarbeiter in über 50 Einsätzen rund 240 Betroffene im Bezirk Liezen betreuen.

Die Ausbildung der Mitarbeiter erfolgt in Lehrgängen des Roten Kreuzes Steiermark. Im Herbstlehrgang 2016 konnten zwei Mitarbeiter der Bezirksstelle Liezen die 10-tägige Kriseninterventionsausbildung erfolgreich absolvieren und unterstützen seither tatkräftig das Team (Foto).

Aber nicht nur die Zivilbevölkerung, sondern vor allem auch die Einsatzkräfte werden immer wieder mit psychisch belastenden Ereignissen konfrontiert. Um diese oft dramatischen Eindrücke bei tragischen Einsätzen besser verarbeiten zu können steht das Team der Psychosozialen Betreuung bei Bedarf auch den eigenen Rotkreuz-Kollegen, sowie allen Mitgliedern befreundeter Einsatzorganisationen, mit Gesprächen zur Verfügung.

Anfang des heurigen Jahres konnten sieben Mitarbeiter der Psychosozialen Betreuung der Bezirksstelle Liezen eine Weiterbildung im Bereich "Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen" absolvieren, um den besonderen Bedürfnissen von Einsatzkräften in der Betreuung noch besser gerecht werden zu können.

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