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Erste fahrbare Rettungskarre 1906

Die Geschichte des Rettungsdienstes in Weiz begann bei der aus der Feuerpolizei hervorgegangenen freiwilligen Feuerwehr in Weiz, welche am 1. Juni 1904 eine eigene Sanitätsabteilung gründete.

 

Der erste Einsatz erfolgt am 13. Juni 1904 um 8.30 Uhr vormittags. Dr. Forstner und Hans Pichler versorgen Johann L. jun. bei einem Krampfanfall am Hauptplatz. Leopold Rehorska kommt am 27. Juli 12.00 Uhr und der Feuerwehrarzt Dr. Hans Hundegger am 29. September jeweils das erste Mal zum Einsatz. Am 5. September wird erstmals ein Transportwagen für einen Heimtransport verwendet. Insgesamt finden 1904 sechzehn Einsätze statt.

 

Am 12. April 1905 um 7:30 Uhr wird der erste Transport ins Allgemeine Krankenhaus Graz durchgeführt. 1905 werden 30 Einsätze verzeichnet. 

 

1907 wird der erste von Pferden gezogene Rettungswagen in Dienst gestellt und die beiden Wehrärzte Dr. Hundegger und Dr. Ringel halten wiederholt Rettungskurse ab.

 

Am 20. Mai 1910 kommt es um 1:30 Uhr nachts zu einem Großeinsatz: Infolge des Hochwassers sind in der Raabklamm 11 Tote und 3 Schwerverletzte zu beklagen gewesen. Letztere sind die ganze Nacht mit den Händen an einem Felsvorsprung in einem Stollen in der Nähe der Fürstenmühle gehangen. Leopold Rehorska und Ing. Oppla leisteten Erste Hilfe. Mit einem Leiterwagen werden die Verletzten von der Fürstenmühle bis zum Leskawirt transportiert, und von dort von Dr. Ringel und den Feuerwehrsanitätern Sollath und Höfler mit den Rettungswagen ins Weizer Spital gebracht.

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Depot der FF Weiz mit ersten Rettungs- auto Fabrikat Woisley) 1922

Nachfolgende Einsätze zeigen aber Schwierigkeiten bei der Besetzung des Rettungswagens auf. Die bedienende Mannschaft wird zwar aufgebracht, allein geeignete Pferde sind für den Transport nach Graz oft gar nicht erhältlich. Es wird bestimmt, dass außerhalb von Weiz wohnende Parteien ihre Kranken selbst mit Fahrgelegenheit, allenfalls dem FF-Rettungswagen, nach Weiz bringen, wonach die Fahrt von hier nach Graz fortgesetzt werden wird. Garantie für die Kosten hätten entweder die Angehörigen selbst oder die Gemeinde zu leisten.

 

1912 besteht die Rettungsabteilung aus 2 Wehrärzten und 6 Sanitätern.

 

1922 wird der erste motorisierte Rettungswagen, Marke Woisley, als Ersatz für das alte schwerfällige Gerät angeschaft.

 

Im Oktober 1924 wird als neuer Rettungswagen ein Puch VII angeschaft.

 

Von den 113 Hilfeleistungen im Jahre 1925 entfallen 101 auf Überführungen mit dem Rettungsauto und 12 Einsätze auf die Räderbarre. Am 16. 2. 1928 werden 144 Einsätze, 1929  168 Einsätze durchgeführt. 1930 sind es 143 Einsätze.

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