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Steyr 100

Am 24. Feber 1931 kommt ein neuer Rettungswagen (Typ Steyr XVI). Insgesamt werden 158 Einsätze, davon 4 mit der Räderbarre durchgeführt.


1932 gibt es 212 Einsätze. 1933 und 1934 werden je 200 Einsätze verzeichnet.


1934  bringt insgesamt 168 Einsätze, 1935 sind es 197.


1936 wird für die Rettungsabteilung innerhalb der FFW ein Rettungswagen, Fabrikat Steyr 100, angeschafft.  Josef Enthaler (langjähriger Fahrer, Bezirksrettungskdt. und von April 1976 bis August 1983 Bezirkssekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, Bezirksstelle Weiz) wird Mitarbeiter des Rettungsdienstes.


Eine handschriftliche Aufzeichnung über den Einsatz der motorisierten Rettungsautos der Sanitätsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Weiz zeigt für die Zeit von Herbst 1921 – Juli 1939 folgende Statistik: Ca. 5 000 Ausfahrten = 256 000 km ohne Unfall

  • Woisley 15 000 km
  • Puch VII 95 000 km
  • Steyr XVI 60 000 km
  • Steyr 100 80 000 km (wird im Juli 1939 zur Wehrmacht eingezogen)

 

 

Durch die „Verordnung über das Deutsche Rote Kreuz im Lande Österreich“ vom 23. Mai 1938 wurde die Übernahme der Rettungsdienstorganisation durch das Deutsche Rote Kreuz eingeleitet. Offiziell mit Beginn des Monats Mai 1939 wurde die Rettungsabteilung aus der Freiwilligen Feuerwehr ausgegliedert und die Kreisstelle Weiz des DRK in der Marburgerstr. 162 – Fernruf – Nr. 14, errichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Rettungsfahrten durch die Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr als Teil der Stadtgemeinde Weiz durch-geführt. Die neue Kreisstelle  wird von der Landesstelle Salzburg, zuständig für die Ostmark – wie Österreich zur Zeit des Dritten Reiches genannt wird – verwaltet. Die zentrale Verwaltung des Deutschen Roten Kreuzes befindet sich in Berlin-Potsdam.

 

An der Spitze des DRK stand das Präsidium, welches vom Präsidenten geleitet wurde. Den Landesstellen standen die Landesführer vor. Unter den Landesstellen rangierten die einzelnen Kreisstellen (heute Bezirksstellen), welche wiederum von den Kreisführern geleitet wurden. Ihm unterstanden die einzelnen Abteilungen, die Kreis- und Ortsgemeinschaften (Ortsstellen).  Kreisführer im Kreis Weiz war Herr Ernst Sommer.

 

Der Dienst der Bereitschaften war ehrenamtlich.  Die Ausbildung der Mitarbeiter/Innen umfasste 20 Doppelstunden.  Für die Ausbildung gab es erstmals einheitliche Richtlinien in Form von Ausbildungslernbehelfen

Nach den noch vorhandenen beiden DRK-Buchhaltungsbüchern begann man 1939 mit einem Eigenerlag von RM 500.— und einem Darlehen von RM 50.— . Durch die im August 1939 erfolgte Unterstützung in Höhe von RM 3000,-- durch die ELIN war die Finanzierung des Betriebes ausreichend gesichert. 

In weiterer Folge wurden über die errichteten Ortsstellen Mitgliedsbeiträge aufgetrieben. Diese Ortsstellen dienten als Erste-Hilfe-Anlaufstellen für Notfälle.

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