Erdbeben

Durchschnittlich kommt es in Österreich alle zwei Jahre zu einem Erdbeben, das die Stärke 6 auf der Mercalli-Skala erreicht. Jährlich werden etwa zwanzig fühlbare Beben registriert.
Bekannte Erdbebengebiete in Österreich sind Nordtirol, Kärnten und die Zone Murtal-Mürztal, Semmering sowie das Wiener Becken. Ein Vorhersagen von Beben ist leider bis heute unmöglich.
Das eigentliche Beben dauert rund 30 Sekunden. Der beste Schutz gegen Erdbeben ist daher eine gute Vorsorge. Dazu gehören:

  • Solides Bauen in Erdbebenzonen nach ÖNORM B4015.
  • In der Wohnung schwere Möbel und Warmwasserspeicher gut verankern. Sichere Plätze in der Wohnung ausfindig machen: in der Nähe von tragenden Wänden (im Inneren des Gebäudes), unter Türstöcken, unter einem stabilen Tisch.
  • Lage der Hauptschalter für Gas, Wasser und Strom einprägen.



Während eines Starkbebens:

  • Ruhe bewahren!
  • Personen im Haus sollten die sicheren Plätze aufsuchen.


Wo sind Sie sicherer - drinnen oder draußen?

  • Die Nähe von Fenstern meiden!
  • Aufzüge nicht benutzen!
  • Nicht ins Freie laufen!
  • Personen im Freien sollten dort bleiben und einen Sicherheitsabstand zu Gebäuden und elektrischen Freileitungen einhalten, um nicht durch herabfallende Teile gefährdet zu werden. Sicherheitsabstand ist die halbe Gebäudehöhe.
  • In engen Straßen den nächsten Hauseingang oder die nächste Hauseinfahrt aufsuchen.
  • Auf Gasgeruch achten!


Schutzmaßnahmen und Verhalten nach dem Erdbeben:

  • Verletzte versorgen. Auch an Haus- und Nutztiere denken.
  • Kurze Kontrolle eventueller Bauschäden.
  • Im Freien Sicherheitsabstand zu Gebäuden einhalten.
  • Radio einschalten, Instruktionen der Behörden abwarten und befolgen.
  • Hilfe leisten.
  • Privatfahrten mit Kfz möglichst unterlassen, um die Hilfskräfte nicht zu behindern.
  • Vorsicht auf Nachbeben!


Tipp:

Den Haushalt krisenfest machen! Denken Sie besonders an den Vorrat und für den Fall einer Evakuierung an Notgepäck und Dokumentenmappe.

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