Schutzraum

Die Auswirkungen von Katastrophen wie radioaktiver Strahlung, Chemieunfällen sowie Natur- und Umweltkatastrophen auf den Einzelnen können bereits gemindert werden, indem man im Haus bleibt.
Einen vielfach höheren Schutz erreicht man, wenn man im Haus gewisse Vorkehrungen trifft.
Bereits mit geringem Aufwand ist eine Verbesserung der Schutzwirkung eines Hauses erreichbar. Mit einem Klebeband können Fenster und Türen gegen das Eindringen von radioaktivem Staub abgedichtet werden. Die sollte jedoch nur in der Phase mit der größten Belastung angewandt werden, da es sonst zu gefährlichem Sauerstoffmangel kommen kann.
Einen größeren Schutz bewirkt der Einbau eines Filtergeräts. Während alle Öffnungen abgedichtet sind, kann die Wohnung weiterhin mit Sauerstoff über das Filtergerät versorgt werden. Das Gerät erzeugt einen leichten Überdruck im Raum, der das Eindringen von Schadstoffen verhindert.
Den optimalen Schutz bietet jedoch der Grundschutzraum. Ein solcher Schutzraum wehrt Strahlung, Feuer und Trümmer ab.
Um die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, dürfen für den Schutzraum nur nichtbrennbare Baustoffe verwendet werden. Die Kellerdecke und -wände müssen verstärkt gebaut werden. Darüber hinaus ist neben gasdichter Tür und Belüftungsanlagen auch die Zufuhr von Strom, Wasser und Antenne notwendig.

Checkliste zur Schutzraumausstattung:

 

  • Nachrichtenmittel (Radio, Ersatzbatterien)
  • Medikamente
  • Einrichtungsgegenstände
  • Getränke und Lebensmittel
  • Hygieneartikel
  • Putz- und Reinigungsmittel
  • Schlafgelegenheiten
  • Kleidung
  • Beschäftigungsmaterial - Spielsachen
  • Notbeleuchtung
  • Küchenutensilien
  • Schutzausrüstung
  • Reparaturwerkzeug
  • Befreiungswerkzeug
  • Notgepäck
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