Während der Katastrophe

Juli 2011. Katastrophenhelfer (Rückenansicht) hilft junger Frau über eine Böschung. Hochformat

Gerade in den ersten Stunden nach einer Katastrophe ist die Selbsthilfefähigkeit der Betroffenen von großer Bedeutung, da organisierte Hilfe meist nicht unmittelbar nach dem Ereignis einsetzen kann. Die noch einsatzbereiten Hilfskräfte in der Katastrophenregion sind voll ausgelastet und Unterstützung aus anderen Gebieten wird erst mit zeitlicher Verzögerung wirksam.

Was kann ich tun?

In Österreich sind wir grundsätzlich gut vorbereitet auf den Umgang mit Katastrophen. Aber auch die beste Hilfe ist nicht immer sofort zur Stelle. Bei einer großflächigen und sehr schweren Katastrophe können die Rettungskräfte nicht überall sein. Wenn Sie sich und Ihren Nachbarn selbst helfen können, sind Sie klar im Vorteil. Es kommt dann auf jeden Einzelnen an.

Das Rote Kreuz hat kurze und prägnante Informationen erarbeitet, wie Sie sich in einer Notsituation richtig verhalten. Lesen Sie die Handlungsempfehlungen und treffen Sie die notwendigen Vorbereitungen: Von A bis Z gut gerüstet

Wie kann ich anderen helfen? Im Team Österreich!

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Das Rote Kreuz und Hitradio Ö3 bündeln ihre Kräfte, um jenen Menschen eine Plattform zu bieten, die in Notsituationen nicht Geld, sondern ihre eigene Zeit spenden möchten. Das „Team Österreich“ organisiert diese Menschen zu einer schlagkräftigen Mannschaft, die den Einsatzprofis Arbeit abnimmt, ohne ihnen im Weg zu stehen. Jeder, der volljährig ist, kann helfen: Egal ob Angestellter, Student, Taxifahrer oder Mechaniker – alles, was man braucht, sind zwei kräftige Hände und ein großes Herz.

Die Anmeldung zum „Team Österreich“ erfolgt ohne Verpflichtungen. In einer Datenbank werden alle Helfer erfasst und bei Bedarf rasch verständigt. Zusätzlich können die Teammitglieder angeben, welche speziellen Fähigkeiten sie haben. Wenn Sie das Team braucht, werden Sie gefragt, ob Sie Zeit haben und helfen können. Alles Weitere wird vom Roten Kreuz organisiert. Jedes Teammitglied ist im Einsatz versichert und erhält vom Roten Kreuz einen Kurs in Katastrophenhilfe, um für den Einsatzfall gerüstet zu sein.

Wie hilft das Rote Kreuz?

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Das Österreichische Rote Kreuz und seine Landesverbände haben sich in ihren Satzungen die Vorbereitung auf Katastrophenfälle, den Katastrophenschutz und die Bewältigung von Katastrophen zur Aufgabe gestellt. Dafür stehen Ärztinnen und Ärzte, Helferinnen und Helfer in allen Bereichen, die Rotkreuz-Schwesternschaft, diplomiertes Krankenpflegepersonal, gewählte Funktionäre sowie Materialreserven, finanzielle Reserven und die Infrastruktur des Österreichischen Roten Kreuzes (also das Netz von Dienststellen und technischen Einrichtungen) rund um die Uhr bereit.

Sanitätshilfsstellen (SanHiSt) und medizinische Großunfall-Sets (MEGUS) zur Versorgung vor Ort zählen zur Ausrüstung, mit der nationale Katastrophen bewältigt werden. Für den internationalen Einsatz stehen Rotkreuz-Schnelleinsatztruppen (FACT, ERU, IRT) zur Verfügung, die Trinkwasser produzieren, die Kommunikation wiederherstellen, Verschüttete retten sowie psychologisch und medizinisch betreuen. Mehr zur Hilfe des Roten Kreuzes erfahren Sie hier.

Einsatz-Blog

Im Rotkreuz-Einsatzblog schreiben Delegierte aus Österreich über ihre Arbeit nach Katastrophen in aller Welt. Dort lesen Sie persönliche und faszinierende Beiträge und erfahren den Stand der Rotkreuz-Hilfe aus erster Hand – wo auch immer unsere Delegierten im Einsatz sind: ob auf den Philippinen, auf Haiti oder in Osttirol.
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