Wenn das Rote Kreuz sein Schweigen bricht – und die Helfer selbst erzählen.

Soldaten beobachten ein Rotkreuz-Flugzeug, das über einer Startbahn fliegt
1859 im Krieg entstanden – dort arbeitet das Rote Kreuz immer noch

Wien (Rotes Kreuz). 150 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 186 Ländern; ein internationales Netzwerk, das sich heute in die entlegensten Winkel der Welt erstreckt: Der Genfer Henry Dunant konnte 1859 nicht wissen, dass seiner Idee eine Organisation entspringen würde, wie sie die Menschheit noch nicht gesehen hatte. Inzwischen ist sie zum bekanntesten Hilfswerk der Welt geworden.

 

Notfallsanitäter Dieter Krammer mit Patienten im Rettungswagen
Notfallsanitäter Dieter Krammer mit Patient Benjamin

Robert Dempfer, selbst langjähriger Mitarbeiter, beschreibt in seinem Buch kompakt die Entwicklung und die außergewöhnliche Rolle des Roten Kreuzes sowie den Wandel im Selbstverständnis und die Ausweitung der Aufgaben der Organisation angesichts ständig neuer geopolitischer Konstellationen. Dabei werden auch heikle Fragen wie das Verhältnis der Institution zu einigen der barbarischsten Regime der vergangenen 150 Jahre nicht ausgespart.

 

Der heutige französische Außenminister und Arzt Bernard Kouchner – seinerzeit im Einsatz mit dem Roten Kreuz bei der Untersuchung eines kleinen Kindes
Der heutige französische Außenminister und Arzt Bernard Kouchner – seinerzeit im Einsatz mit dem Roten Kreuz

Dafür bricht der Autor mit der für das Rote Kreuz typischen Diskretion und lässt die Helferinnen und Helfer selbst zu Wort kommen: Den Notfallsanitäter Dieter Krammer ebenso wie die Flüchtlingshelferin Charlotte Lindsey, den Kriegschirurgen Robin Coupland, die Vorkämpferin gegen die Folgen des Klimawandels, Madeleen Helmer, oder einen Arzt, der viele Einsätze für das Rote Kreuz mitgemacht hat: der heutige französische Außenminister Bernard Kouchner. Menschen, die sich unter dem Zeichen des Roten Kreuzes „mit nüchterner Leidenschaft einer Mission verschrieben haben, von der sie wissen, dass sie nie ein gutes Ende nehmen wird“ (Hans Magnus Enzensberger).

„Das Rote Kreuz: Von Helden im Rampenlicht und diskreten Helfern“ ist ab 4. Februar im Buchhandel erhältlich, Preis: € 20,50.

 

 

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