Mobile Gesundheits- und Krankenpflege (Hauskrankenpflege)

Das Know-how der MitarbeiterInnen in den mobilen Diensten, insbesondere des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) zeichnet sich vor allem durch die selbständige, eigenverantwortliche und verantwortungsbewusste Handlungsweise aus.

Das Know-how spiegelt sich beispielsweise in gesundheitsfördernden Pflegeinterventionen wieder und ermöglicht die Entscheidungskompetenz in Krisensituationen ohne andere Personalressourcen vor Ort.

Zu den Aufgaben der Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson (DGKP) gehören insbesondere:

 

  • Pflegebedarfsfeststellung und Planung der häuslichen Gesundheits- und Krankenpflege mit dem standardisierten Einschätzungsinstrument RAI-HC 2.0
  • Kontinuierliche Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen HausärztInnen
  • Beratung, Anleitung und Entlastung der Angehörigen / Bezugspersonen
  • Prävention und Gesundheitsförderung

  • Mobilisation und Reaktivierung

  • Mitarbeit bei medizinisch-diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen auf ärztliche Anordnung (z.B. Injektionen, Verbandwechsel nach dem GKK-Wundmanagement, Sonden- bzw. Katheterwechsel, subkutane Infusionen, Medikamentenmanagement etc.)

  • Zusammenarbeit mit Krankenanstalten, Ambulanzen, SeniorInnen- und Pflegeheimen, FachärztInnen, therapeutischen Diensten, Gemeinden, öffentlichen und privaten Einrichtungen, Mobilen Palliativteams, SozialarbeiterInnen etc.

  • Information & Koordination bzgl. Pflegehilfsmittel

  • Vermittlung von Unterstützungsangeboten, wie z.B. Besuchs- und Begleitdiensten

  • Pflege schwerkranker und sterbender Menschen

  • Mitwirkung an der Pflegeforschung

     

    Voraussetzung dafür ist die erfolgreiche Absolvierung der gesetzlich geregelten dreijährigen Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester bzw. zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger. Der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankennpflege arbeitet eigenverantwortlich im Sinne der fachlichen Weisungsfreiheit z.B. bei der Festlegung von pflegerischen Zielen oder indem er im Zuge des Case-Managements alle in der Betreuung von KlientInnen involvierten Berufsgruppen vernetzt und so die Kontinuität der Versorgung gewährleistet (vgl. § 14 GuKG).

     

    Im mitverantwortlichen Tätigkeitsbereich arbeiten die MitarbeiterInnen in der Durchführung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen nach ärztlicher Anordnung (vgl. §15 GuKG). „Der interdisziplinäre Tätigkeitsbereich umfasst jene Bereiche, die sowohl die Gesundheits- und Krankenpflege als auch andere Berufe des Gesundheitswesens betreffen“ (§ 16 GuKG). Besondere Bedeutung kommt hier der Gesundheitsberatung im Rahmen der Gesundheitsförderung zu.

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