Hochinfektionstransport-Team

DCF 1.0
Als einziges Bundesland verfügt die Steiermark über einen Transportinkubator für hoch infektiöse Patienten. Die Aufstellung und der Einsatz der Einheit erfolgt im Auftrag der Landessanitätsdirektion.

Einsatzbereich
Die Wahrscheinlichkeit in Österreich an einem Ebola- bzw. Lassa-Fieber oder an Pest zu erkranken, ist äußerst gering. Durch den zunehmenden Ferntourismus sind diese lebensgefährlichen Infektionen allerdings in verschiedenen Ländern Europas bereits aufgetreten. Um auch für Einsätze dieser Art gerüstet zu sein, wurde eine Transporttechnik geschaffen, die es ermöglicht, Patienten mit hoch infektiösen Krankheiten in speziell ausgerüstete Isolierstationen zu bringen.

Das „HIT-Team“
Das „Hochinfektionstransportteam“ besteht aus speziell ausgebildeten freiwilligen Mitarbeitern, die in Graz oder in der näheren Umgebung wohnen und jeder Zeit kurzfristig einsatzbereit sind. Da die Transporte der Patienten auch mehrere Stunden dauern können und unter Umständen in Vollschutzanzügen durchgeführt werden müssen, haben die Mitglieder des „HIT-Teams“ besondere körperliche und psychische Voraussetzungen zu erfüllen.

Der Inkubator
Der „Hochinfektionstransportinkubator“ besteht aus einer speziellen Plastikhülle, die verschiedene Optionen ermöglicht: Integrierte Greifarme mit auswechselbaren Hochsicherheitshandschuhen, Luftfilter, variable Einlässe für diverse Zugänge (intravenöse Leitungen), Infusionsständer, System zum nachträglichen Einbringen diverser Utensilien für den Patienten sowie eine sondergefertigte Tragekonstruktion auf einem Stollenwerk-Fahrgestell.

Das Fahrzeug
Gegenüber einem herkömmlichen Rettungswagen verfügt das Einsatzfahrzeug für den Transport hoch infektiöser Patienten über eine umfangreiche Spezialausstattung: Abdichtung aller Luftein- und auslässe im Patientenraum, Abschottung des Patientenraumes von der Fahrerkabine, Gegensprechanlage zwischen der Fahrerkabine und dem Patientenraum, Einbau zweier zusätzlicher Drehsessel, Funkgerät für das 2m - und 4m-Band sowie ein Handy mit Freisprecheinrichtung.

Anforderung
Über den Einsatz des „HIT-Teams“ entscheidet die Landesssanitätsdirektion oder die Landeswarnzentrale in Abstimmung mit den Experten der Klinik. Eine Anforderung ist nur über den Landesverband möglich.

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