Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen

2006 04 07-09 KIT Stmk Dürnkrut 015

  

Der Alltag von Rotkreuz-Mitarbeiter ist nicht immer angenehm: etwa ein schwerer Verkehrsunfall – zerstörte Fahrzeuge, verletzte Kinder und Erwachsene, Tote, verstörte Menschen, panische Angehörige, hilflose Zuschauer. So ein belastendes Ereignis liegt außerhalb der alltäglichen menschlichen Erfahrung. Da es plötzlich und unerwartet auftritt, kann es starke emotionale Auswirkungen auch auf gut vorbereitete, erfahrene Menschen haben.

Damit auch die tausenden aktiven Rettungssanitäter des Steiermärkischen Roten Kreuzes nach belastenden Einsätzen die notwendige psychosoziale Unterstützung erhalten, stehen an allen Ortsstellen so genannte Peers zur Verfügung. Peers sind speziell geschult, um Einsatzkräfte dabei zu unterstützen, das Erlebte möglichst schnell und gut zu verarbeiten. Prävention und Prophylaxe zur Erhaltung der psychosozialen Gesundheit von Einsatzkräften sind ein wichtiges Ziel in diesem Bereich. In den Gesprächen mit den Peers soll den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, über tragische Einsätze zu reden. Es gilt, die Betroffenen über denkbare Belastungsreaktionen zu informieren und gemeinsam sinnvolle Bewältigungsstrategien zu erarbeiten. Bei Bedarf werden auch weiterführende psychosoziale Angebote vermittelt.

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