Rotes Kreuz Tirol: 60 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention - „Das Boot ist noch lang nicht voll“
Rum (Rotes Kreuz) – Anlässlich des "Weltflüchtlingstages" am 20. Juni lud das Rote Kreuz Tirol zu einem Pressefrühstück, das von zwei tschetschenischen Damen des Flüchtlingsheims Reichenau vorbereitet worden ist.

von links nach rechts: Reinhard Neumayr, Kalueva Khedi und Abdulaeva Tamara aus Tschetschenien, LR Gerhard Reheis

Rum (Rotes Kreuz) – Anlässlich des "Weltflüchtlingstages" am 20. Juni lud das Rote Kreuz Tirol zu einem Pressefrühstück, das von zwei tschetschenischen Damen des Flüchtlingsheims Reichenau vorbereitet worden ist.
LR Gerhard Reheis plädierte dabei für eine "menschliche Interpretation von Paragraphen". Da das Boot noch lange nicht voll sei, sei auch Spielraum für humanitäre Lösungen vorhanden, sieht LR Reheis. Eine begrüßenswerte Neuerung sei die Empfehlungsmöglichkeit der Bezirkshauptmannschaften. "Somit können nun auf lokaler Ebene Entscheidungen mit den daraus resultierenden gravierenden persönlichen Folgen näher am Menschen getroffen werden. In der Regel folgt das BMI diesen", gibt sich Reheis optimistisch.
Präsident Dr. Reinhard Neumayr zeigt sich stolz über die umfangreichen Projekte des Roten Kreuzes Tirols. "Es ist bemerkens- und bewunderungswürdig, mit welchem Einsatz und Engagement Freiwillige im Roten Kreuz in der Flüchtlingsarbeit tätig sind." Von der Suche nach Vermissten, über die Familienzusammenführung bis hin zum Buddy-Integrationsprojektes und dem Projekt "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" werden eindrucksvolle Zahlen der Menschlichkeit vorgestellt.
Credit: Bilder: Weingartner, Rotes Kreuz Tirol, Veröffentlichung gerne mit Creditangabe möglich
