15.12.2011

Mehr Hilfe für Ostafrika durch die Bundesregierung

Zwei Millionen Euro an CARE Österreich, Caritas Österreich, Licht für die Welt und Österreichisches Rotes Kreuz

Wien, 15. Dezember 2011 – Mitte Oktober beschloss die österreichische Bundesregierung eine Versechsfachung der Soforthilfe für die Hungerregion in Ostafrika. Insgesamt stehen nun 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.  Zwei Millionen davon fließen jetzt über die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, an die erfahrenen humanitären Hilfsorganisationen CARE Österreich, Caritas Österreich, Licht für die Welt und das Österreichische Rote Kreuz –  für Soforthilfe und langfristig wirksame Projekte gegen Hunger und Dürre. Schwerpunkte sind Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung und medizinische Versorgung.  

 

Zwei Millionen Euro für Äthiopien und Kenia

„Österreich ist moralisch verpflichtet, am Horn von Afrika zu helfen. Nach der Versechsfachung der Hilfsgelder auf 8,5 Millionen Euro vor einigen Wochen stellen wir davon nun zwei Millionen Euro für wirkungsvolle Programme und Projekte von CARE Österreich, Caritas Österreich, Licht für die Welt und dem Österreichischen Roten Kreuz zur Verfügung. Diese Organisationen sorgen als starke Partner dafür, dass sich die Situation für mehr als 70.000 Menschen in Äthiopien und Kenia in naher Zukunft verbessern wird“, so Wolfgang Waldner, Staatssekretär im Außenministerium.

 

 „Wir vertrauen auf das über Jahrzehnte aufgebaute, wertvolle Know-how österreichischer Hilfsorganisationen, die den effektiven und effizienten Einsatz der Hilfsgelder garantieren. Dabei wird unter anderem auf langfristige Ernährungssicherung, Verbesserung in der Landwirtschaft  und medizinische Versorgung abgezielt, um bessere Lebensbedingungen für die Menschen zu schaffen. Es wird aber auch daran gearbeitet, dass die Menschen in der Region künftig besser gegen Hungerperioden gerüstet sind“, so Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der ADA, die für die Auswahl der Projekte verantwortlich zeichnet.

 

Unterstützung für viele Monate

Die neuen Initiativen von CARE Österreich, Caritas Österreich, dem Österreichischen Roten Kreuz und Licht für die Welt bauen teilweise auf bestehenden Projekten auf und sind auf ein bis eineinhalb Jahre angelegt.

 

So konzentriert sich CARE auf die Sicherung der Existenzgrundlage kleinbäuerlicher Familien und die Stärkung von Frauen in der Region Oromia in Äthiopien. „Der Großteil der dort lebenden Menschen ist von der Landwirtschaft abhängig. Wir unterstützen insbesondere Bäuerinnen mit Saatgut, Schafen, Ziegen und Geflügel, aber auch mit Wissen über ertragreiches Wirtschaften. Und wir machen sie widerstandsfähiger gegenüber Dürre und Ernteausfällen“, berichtet Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österrreich.

 

Auch die Caritas Österreich unterstützt die Region Oromia in Äthiopien. „Unser Programm läuft in drei Phasen. Nach der bereits erfolgten Soforthilfe durch die Verteilung von Nahrungsmitteln geht es nun darum, die Menschen für kommende Katastrophen besser zu rüsten. Etwa mit adäquaten Lagermöglichkeiten für  die Ernte, mit dem Aufbau von Viehzuchten oder dem Anbau von Getreide. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der sanitären und hygienischen Standards“, so Franz Küberl, Präsident der Caritas Österreich.

 

Licht für die Welt leistet Nahrungsmittelhilfe und stärkt die medizinische Versorgung in der Somali Region und der Borana Zone in Äthiopien. „In Zusammenarbeit mit zwei lokalen Partnern verteilen wir Medikamente und hochenergetische Nahrung an die seminomadische Bevölkerung. Wir helfen vor allem Kindern, schwangeren und stillenden Frauen, die besonders durch den Hunger geschwächt sind. Ganz wichtig ist uns auch die Versorgung von Menschen mit Behinderungen, die noch viel schwerer Zugang zu lebensnotwendiger Nahrung haben“, sagt Rupert Roninger, Geschäftsführer von Licht für die Welt.

 

Das Rote Kreuz ist in Mandera im Nordosten Kenias im Einsatz. „BäuerInnen und ViehhüterInnen haben nach den langen Dürremonaten ihre Existenzgrundlage verloren. Mit einem integrierten Ansatz helfen wir, gemeinsam mit den BäuerInnen, die landwirtschaftliche Produktion nachhaltig wiederaufzubauen und gegen Überschwemmungen als Folge von Erosion vorzusorgen“, betont Max Santner vom Österreichischen Roten Kreuz.

 

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika, Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien. Die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt Programme und Projekte gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

 

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für europäische

und internationale Angelegenheiten

Presseabteilung

Tel.: +43 (0)50 1150-3262, 4549, 4550, 3739

Fax: +43 (0)50 1159-213

abti3@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at

 

Austrian Development Agency (ADA),

die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit

Information und Öffentlichkeitsarbeit

Mag. Heidi Liedler-Frank

Tel.: +43 (0)1 90399-2400

heidi.liedler-frank@ada.gv.at

www.entwicklung.at