20.03.2017 07:22

IHRE BLUTSPENDE RETTET LEBEN!

Ein Interview mit Frau S., die weiß was es heißt, auf das Blut anderer Menschen angewiesen zu sein.

IHRE BLUTSPENDE RETTET LEBEN!

 

An dem einen Tag noch frisch und munter, plötzlich ein unvorhersehbares Ereignis und das Leben steht Kopf. Wie geht es Menschen, die jenes Blut verabreicht bekommen, welches die freiwilligen SpenderInnen zur Verfügung stellen?

 

Die 71-jährige Frau S. musste miterleben, wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich auf das Blut von anderen Menschen angewiesen ist. Letztes Jahr im Oktober erlitt die Innsbruckerin einen Schwächeanfall. Dass sich ihr Leben von diesem Moment an schlagartig ändern würde, war ihr damals noch nicht klar. Bei der Erstversorgung riet ihr der Notarzt, am nächsten Tag die Hausärztin aufzusuchen. Das tat sie auch. Um 10 Uhr war sie in der Ordination, zwei Stunden später im Krankenhaus und um 19 Uhr am Abend musste sie stationär aufgenommen werden. Ihre Diagnose: Blutkrebs! „Ich konnte es im ersten Augenblick gar nicht glauben. Ich hatte doch nur einen kleinen Schwächeanfall und fühlte mich ansonsten relativ fit“, erzählt die Innsbruckerin. Rapide verschlechterte sich ihr Zustand. Geplagt von Schüttelfrost und schlechtem Allgemeinbefinden wurde sie drei Wochen später auf die Intensivstation der Klinik verlegt. Ein sehr nettes und zuvorkommendes Team kümmerte sich rund um die Uhr um Frau S.. Fast täglich mussten die Werte analysiert werden und dafür waren zahlreiche Blutabnahmen notwendig. Deshalb war sie sehr schnell auf den Lebenssaft anderer Menschen angewiesen. Frau S. erinnert sich: „Die Bluttransfusionen waren wie Doping für mich. Mir ging es sofort besser, mir war nicht mehr so fürchterlich zu kalt und mein Allgemeinbefinden verbesserte sich sofort - mit jeder Blutspende, die ich erhielt“.

 

Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft

Frau S. musste bereits einige Zeit in der Klinik verbringen. Nun hat sie noch die letzte von insgesamt fünf Chemotherapien vor sich. „Hundsmiserabel fühlt man sich danach! Man ist müde und bekommt manchmal sogar Fieber, aber immer wenn ich das Blut erhalte, geht es mir sofort wieder besser. Man denkt gar nicht daran, dass es fremdes Blut ist“, so die 71-Jährige. „Ich hoffe, dass der Krebs bald verschwunden ist und ich als gesunder Mensch die Klinik verlassen kann“, erzählt die Innsbruckerin. Besonders froh ist sie darüber, dass die TirolerInnen so fleißig zur Blutspende gehen. „Man weiß nie, was der nächste Tag bringt. Jeder von uns kann plötzlich auf fremdes Blut angewiesen sein. Deswegen rate ich allen, die Blutspende-Aktionen vom Roten Kreuz Tirol regelmäßig wahrzunehmen“, betont Frau S., die bei eigenem Leib erfahren musste, wie wichtig die Blutkonserven im Notfall sind. „Auch wenn es für Sie als Spenderin oder Spender nur schwer vorstellbar ist - mit Ihrem freiwilligem Engagement leisten Sie den Menschen, die auf die Konserven angewiesen sind, eine großartige Unterstützung“, mit diesen Worten richtet sich Frau S. an ihre Mitmenschen.

 

Fassen auch Sie sich ein Herz und spenden Sie Ihr Blut. Aktuelle Blutspendetermine finden Sie unter www.blut.at.

 

 

 

socialshareprivacy info icon