Sozialladen Sprungbrett

Im Jahr 2007 erkannte die Freiwillige Rettung Hall einen möglichen Bedarf eines Sozialladens in ihrem Einsatzgebiet. In manchen Städten hatten sich bereits Sozialläden etabliert. Die Idee einwandfreie Waren, die in den Lebensmittelgeschäften nicht mehr verkauft werden kann, vor der Entsorgung nochmals in Umlauf zu bringen und an sozial Bedürftige auszugeben, schien sich gerade zu anzubieten. Angeheizt von Teilen der Politik, die einen Sozialladen in Hall durchaus positiv gegenüber standen, wurde am 02. Dezember 2008 der Haller Sozialladen mit dem Namen Sprungbrett eröffnet. Die Idee für den Namen des Sozialladens, hatte die Geschäftsführerin des Ladens, Angelika Ettmayer.

 

Der Sozialladen soll sozial schwache Menschen mit Artikeln des täglichen Bedarfs, unterstützen.  Im ersten Monat seines Bestandes hatte der Sozialladen 30 Kunden. Mittlerweile haben mehr als 300 Personen eine Bezugsberechtigungskarte und kaufen regelmäßig Artikel des täglichen Bedarfs im Sprungbrett ein.

 

Seit mehr als 6 Jahren gibt es nun den Sozialladen in Hall. Für wenig Geld kann sich eine Familie ihre Einkaufstaschen füllen. Zwischen 30 und 40 Kunden kommen pro Tag in den Sozialladen. Der Bedarf an einer solchen Einrichtung in Hall ist offenkundig vorhanden. 

 

Die Waren werden von den umliegenden Lebensmittelgeschäften, den Großhändlern und den Bäckereien in den frühen Morgenstunden von freiwilligen Mitarbeitern abgeholt und direkt in den Sozialladen gebracht. Dort wird die Ware neu etikettiert und ins Regal gestellt. Pro Jahr werden 40 Tonnen an Lebensmittel und Hygieneartikel im Geschäft bewegt. Im Geschäft findet man sehr viele Frischprodukte. Vor allem Milchprodukte, frisches Gemüse und frisches Brot sind stets ausreichend vorhanden.  Einkaufen darf jeder, dessen Monatseinkommen nachweislich unter den Grenzen der staatlichen Mindestsicherung liegen. Vier Mitarbeiterinnen in Teilzeitbeschäftigung und 10 ehrenamtliche Helfer halten den Laden in Schuss. Der Sozialladen finanziert sich durch den Verkauf der Lebensmittel und durch Spenden an die Freiwillige Rettung Hall. Es gibt keinerlei finanzielle Unterstützung von der öffentlichen Hand. Umso mehr wiegt die Unterstützung jedes Einzelnen.


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