Kann Blutspenden der Gesundheit schaden?
Nein. Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird.

Durch die Entnahme von 450 ml Blut bei der Spende kommt es zu einer kurzzeitigen Verringerung der Gesamtflüssigkeitsmenge im Blutkreislaufsystem. Gleichzeitig ist durch die Blutspende auch die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) reduziert, die für den Sauerstofftransport im menschlichen Körper verantwortlich sind.
Beides, (Flüssigkeitsreduzierung und Reduktion der roten Blutkörperchen) werden von einem gesunden Menschen problemlos  vertragen und führen in der Regel auch nicht zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens.

Wenn der Spender nach der Blutspende genügend trinkt (ca. 1/2 - 1 Liter Flüssigkeit, keinen Alkohol), dann wird der Flüssigkeits-verlust ausgeglichen und dem Körper genügend Zeit gegeben, sich an die verringerte Anzahl roter Blutkörperchen anzupassen. Im übrigen dauert die Nachbildung der gespendeten roten Blutkörperchen bei einem gesunden Menschen etwa drei Wochen.

Tut das Blutspenden weh?

Nein, überhaupt nicht. Blutspenden ist ganz anders, als viele Menschen sich das vorstellen. Das Schmerzhafteste beim Blutspenden ist - wenn schon - der kleine Stich in den Finger. Der dabei entnommene Blutstropfen dient dazu, das Hämoglobin zu bestimmen. Der gemessene Wert ist ein wichtiges Kriterium, um abzuklären, ob jemand die Voraussetzungen zum Blutspenden erfüllt. Den anschliessenden Stich in die Vene zur Blutentnahme merkt man kaum, und die Blutspende selbst ist völlig schmerzlos.

Wie lange dauert eine Blutspende?

Die Spende selbst dauert nur etwa 10 Minuten. Wenn man die Vorbereitungen und die Ruhephase danach miteinbezieht, sollte man sich ca. 45 Minuten Zeit reservieren.

Ist die Menge von 450 Millilitern nicht zuviel?

Ein Erwachsener hat - je nach Körpergewicht - zwischen vier und sechs Liter Blut. Eine Blutentnahme von 450 ml ist völlig problemlos, sofern die erwachsene Person mindestens 50 Kilo schwer ist.

Zudem enthält der Blutbeutel eine genau definierte Antikoagulans-Menge, um Gerinnsel im gespendeten Blut zu vermeiden. Damit das Verhältnis zwischen Vollblut und Antikoagulans korrekt eingestellt wird, muss immer zwischen 400 und 500 ml Blut gespendet werden.

Das entnommene Blut wird vom Körper spätestens nach 3 Wochen wieder ersetzt.

Darf man nach dem Blutspenden autofahren?
Ja, ohne weiteres, natürlich unter der Bedingung, dass man sich wohl fühlt. Es reicht, sich nach dem Blutspenden ein paar Minuten auszuruhen, bevor man sich sich hinters Steuer setzt.

Dürfen Spitzensportler auch Blut spenden?

Nach der Blutspende sollte während ein bzw. zwei Tagen generell keinen Spitzensport (ebenfalls Tauchen) betrieben werden. Bei anderen sportlichen Aktivitäten sind Dauer und Intensität dem möglicherweise etwas reduziertem Leistungsvermögen anzupassen.

Für alle gilt: Gönnen Sie Ihrem Körper vor und nach der Blutspende etwas Ruhe.

Hat die Blutspende Einfluss auf den Blutdruck?

Der Blutdruck respektive Arteriendruck sinkt leicht nach einer Blutentnahme, aber er erholt sich sehr schnell wieder. Das Blutspenden ist deshalb keine Behandlungsmöglichkeit gegen zu hohen Blutdruck.

Wie lange braucht der Körper, um das entnommene Blut zu ersetzen?
Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird. Die für die Abwehr von Krankheitskeimen besonders wichtigen weissen Blutkörperchen und die Blutflüssigkeit, das sogenannte Plasma, werden schon innerhalb nur eines Tages ersetzt, bei den roten Blutkörperchen dauert es etwa 3 Wochen.

Können sich durch das Blutspenden die Venen verhärten?

Nein. Bei jährlich drei- bis viermaligem Spenden von Blut besteht überhaupt keine Gefahr einer Venenverhärtung.

Warum kann man erst mit 18 Jahren Blut spenden?

Aus juristischen Gründen ist die Volljährigkeit unerlässlich.

Wie lange ist Blut haltbar?
Die Haltbarkeit der Blutbestandteile ist sehr unterschiedlich: Die Thrombozyten-Konzentrate sind höchstens fünf Tage haltbar
Die roten Blutkörperchen sind 42 Tage haltbar
Das Plasma kann gefroren bei minus 30 ° C bis zu zwei Jahren aufbewahrt  werden

Dies ist einer der Hauptgründe, warum das entnommene Blut in seine Bestandteile aufgeteilt wird.

Sind die seltenen Blutgruppen wertvoller?
Die Verteilung der Blutgruppen ist in etwa wie folgt:

Blutgruppe  –  Häufigkeit

A     –  47%
B     –    8%
AB   –   4%
0      –  41%

Der Bedarf an Blutkonzentraten ist in etwa identisch. In einigen seltenen Fällen (z.B. beim Blutaustausch beim Neugeborenen) werden jedoch gewisse Blutgruppen benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass Spender mit seltenen Blutgruppen bereit sind, Blut zu spenden.

Wer kann wem Blut spenden?

Aufgrund der verschiedenen Blutgruppen kann Spenderblut nicht jedem Empfänger übertragen werden. Natürlich kann jedes Blut einer bestimmten Gruppe einem Empfänger    derselben Blutgruppe abgegeben werden. Wer darüber hinaus wem spenden kann, ist eigentlich recht kompliziert, wie die folgende Aufstellung zeigt:

0-Empfänger
0-Spender      –  Ja
A-Spender     –  Nein
B-Spender     –  Nein
AB-Spender  –  Nein

A-Empfänger
0-Spender      –  Ja
A-Spender     –  Ja
B-Spender     –  Nein
AB-Spender   –  Nein

B-Empfänger
0-Spender     –  Ja
A-Spender     –  Nein
B-Spender     –  Ja
AB-Spender  –  Nein

AB-Empfänger
0-Spender     –  Ja
A-Spender     –  Ja
B-Spender     –  Ja
AB-Spender  –  Ja

Noch etwas kompliziertes wird es, wenn man den Rhesus-Faktor mitberücksichtigt:
So akzeptiert Rh-negatives Empfängerblut nur ebenfalls Rh-negatives Spenderblut. Dagegen akzeptiert Rh-positives beides.

socialshareprivacy info icon