SEG-Schwaz

Bei manchen Unfällen und Notfällen übersteigt die Anzahl der Betroffenen und Verletzten die der Helfer. Die diensthabenden Mannschaften können diese Situation nicht allein bewältigen. Um trotzdem eine schnellstmögliche Hilfe zu ermöglichen wird die sogenannte SEG (Sondereinsatzgruppe) per Pager durch die Leitstelle Tirol alarmiert. Der Grundgedanke dieser Gruppe ist es, in kurzer Zeit viel Personal und Material zur Verfügung zu stellen, um vor Ort eine professionelle und adäquate Versorgung zu ermöglichen.

 

Die SEG Schwaz besteht aus fast 50 Personen. Die SEG Schwaz ist stolz darauf in ihrem Team mehrere Einsatzleiter, Gruppenkommandanten und Notärzte zu haben. Bei einer Alarmierung stehen innerhalb von ca. 10 Minuten 10-15 Sanitäter in der Dienststelle bereit. Da am Notfallort nicht nur Personal, sondern auch Material benötigt wird, besitzt die SEG eine spezielle Großunfallausrüstung. Zu dieser Ausrüstung zählen unter anderem Schnellrettungszelte, Klapptragen, Feldbetten und ein Stromgenerator, um vor Ort schnellstmöglich eine Infrastruktur aufzubauen. Selbstverständlich befindet sich auch medizinisches Versorgungsmaterial bei der Großunfallausrüstung.

 

Um für solche speziellen Notsituationen gerüstet zu sein, müssen unsere Mitglieder natürlich auch auf die Ausrüstung und den Ablauf in Großunfallsituation geschult sein. Aus diesem Grund ist die Absolvierung des KAT Basis- und Einsatzseminars für jedes SEG Mitglied Pflicht. Weiters finden jährlich noch mehrere SEG-Schulungen und Übungen statt, um den Umgang mit der Ausrüstung und den Ablauf in Großschadensereignissen zu üben. Um das Know-how weiter zu vergrößern werden immer wieder SEG-Mitglieder zu weiterbildenden Kursen, wie dem Gruppenkommandanten und dem Einsatzleiterseminar geschickt.

 

Pro Jahr wird die SEG Schwaz ca. 2-3 mal alarmiert. Gerade bei den letzten zwei Einsätzen konnte unsere Mannschaft mit Professionalität und Schnelligkeit glänzen. Beim Brand der Pinsalm und beim Brand im Invalidenheim in Schwaz konnten innerhalb von 10 Minuten weitere 5 RTW's besetzt werden. Auch wenn die besetzten Fahrzeuge nicht mehr beim Großunfall benötigt werden, bleiben die Mannschaften in der Dienststelle. So wird garantiert, dass bei einem weiteren Notfall im Einzugsgebiet auch sofort Hilfe zur Verfügung steht.

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