Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht

IMG 7114a Koch Handpump

In Entwicklungsländern sind 80 Prozent aller Krankheiten auf verschmutztes Trinkwasser und fehlende Abwasserversorgung zurückzuführen. Deshalb ist nicht nur in Konflikten und bei Naturkatastrophen Wasser das Notfallmedikament Nummer eins: Wo Wasser rar oder zu verschmutzt zum Trinken ist, müssen Brunnen gebaut werden. Damit wird nicht nur Grundwasser gewonnen, sondern sauberes Wasser verbessert auch die Hygiene und beugt Armutskrankheiten wie Durchfall vor.

Der Zugang zu Wasser und adäquater sanitärer Versorgung ist ein Menschenrecht. In vielen Ländern wird Wasser jedoch zur Handelsware oder es bedarf erheblichen Aufwands um Wasser von teilweise zweifelhafter Qualität für den Haushalt und als Trinkwasser zu besorgen. Oft müssen Frauen und Kinder stundenlange Fußmärsche zum Wasserholen zurücklegen. Der Klimawandel verursacht die langsame Austrocknung von lange bestehenden Wasserquellen. Diese Tatsache, verstärkt durch die stetige Zunahme der Weltbevölkerung und weltweite Umweltverschmutzung, macht sich in einer Verknappung der Wasserressourcen bemerkbar und könnte in der Zukunft zu Kriegen um Wasser führen.

Wasser in der Entwicklungszusammenarbeit des Österreichischen Roten Kreuzes

Der Bau von Brunnen, die Errichtung von ökologischen Latrinen und die Installation von Wassersystemen sowie begleitende Hygieneschulungen zählen zu den Aktivitäten des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) im Bereich Wasser. ÖRK-Wasserprogramme und -projekte werden mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, Strategien der jeweiligen nationalen Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaften sowie staatlichen Wasserversorgungsplänen abgestimmt und tragen zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen bei.

socialshareprivacy info icon