Südost- und Osteuropa

iz osteu

Südosteuropa, auch bekannt als Balkanhalbinsel, liegt zwischen dem Adriatischen und dem Schwarzen Meer. Diese Region umfasst die westlichen Balkanländer (Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Mazedonien den Kosovo und Albanien) sowie den östlichen Balkan (Rumänien, Bulgarien, und die Republik Moldau).

 

Der Westbalkan musste mit dem Zerfall Jugoslawiens einen schwierigen Transformationsprozess durchlaufen. Nach Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen, politischer Isolation und sozio-ökonomischer Krise, sind heute viele Länder dieser Region bereits Mitglieder der EU. Nichtsdestotrotz ist die Region weiterhin durch politische und wirtschaftliche Instabilität, ungelöste territoriale Konflikte und soziale Krisen gekennzeichnet.

 

Alternde Gesellschaft

 

In demographischer Hinsicht erlebt der Raum dramatische Veränderungen. Sinkende Geburtenraten und Migration führten zu einem Bevölkerungsrückgang. Darüber hinaus wird die Region immer stärker mit einer alternden Gesellschaft konfrontiert. Mit dem Wegfall traditioneller Familienstrukturen und unterfinanzierten Sozialsystemen sind vor allem ältere Mitbürger immer mehr von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen.

 

Klimawandel

 

Darüber hinaus sind die Auswirkungen des Klimawandels in Form von extremen Wettererscheinungen (z.B. Hitze- und Kältewellen) und Naturkatastrophen eine große Herausforderung für Südosteuropa, die nach verstärkter Kapazitätsentwicklung in den Bereichen Katastrophenvorsorge verlangen.

 

Schwerpunkte der ÖRK-Hilfe in Südosteuropa:

o Hauskrankenpflege in Mazedonien

o Hauskrankenpflege in Montenegro

o Überflutung in Südosteuropa

o Trainingsprogramme

Osteuropa

Aus geographischer Sicht zählt neben Belarus (Weißrussland) und der Ukraine auch der europäische Teil Russlands zu Osteuropa. Historisch und kulturell sind diese Länder von der orthodoxen Kirche geprägt und standen im Gegensatz zum osmanisch beherrschten Südosteuropa unter der Herrschaft des Russischen Reiches.

 

Heute zählen diese Länder zu den ärmsten in Europa, in denen in vor allem Kinder, alleinerziehende Eltern, Pensionisten, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke und Arbeitslose oft von extremer Armut betroffen sind. Verschärft wird die Situation durch die schlechte ökonomische Lage nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und die desolaten staatlichen Sozial- und Gesundheitssysteme.

Umweltbelastungen durch veraltete Industrie, schlechte Wohnsituation, Armut und Alkoholmissbrauch wirken sich zusätzlich negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. Durch die politische Situation und durch die geopolitische Lage zwischen Ost und West wird die Entwicklung des Landes gehemmt. Im Rahmen der EU Osterweiterung traten einige post-kommunistischen Staaten der EU bei, die nicht nur wirtschaftlich schwächer gestellt waren, sondern auch eine weniger entwickelte zivilgesellschaftliche Landschaft aufwiesen.

 

In der Zwischenzeit wurden diverse humanitäre Organisationen in den neuen EU-Mitgliedsstaaten (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern, Bulgarien, Rumänien, Kroatien) und den Beitrittskandidaten (Island, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei, Bosnien und Herzegowina) gegründet, die jedoch in der Katastrophensituation oft nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung haben und weitere Unterstützung benötigen.

 

 

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