headache

Kopfschmerzattacken, die zusammen mit Symptomen wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit auftreten, sind eindeutige Hinweise auf eine Migräne. Aber nicht nur die quälende Migräne, auch leichte Kopfschmerzen können einem den Tag verderben.

Allgemeines:

Ein ziehender Schmerz im Hinterkopf, ein dumpfer Druck hinter den Augen, ein Pochen an den Schläfen oder ein leichtes Hämmern unter der Schädeldecke – es gibt kaum jemanden, der von Kopfschmerzen verschont bleibt. Es gibt über 160 verschiedene Kopfschmerzarten – der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzform, eine weitere ist die Migräne. Dabei kommt es anfallsartig (Migräneattacken) zu meist einseitigen Kopfschmerzen, die oft von Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Übelkeit und Erbrechen begleitet werden. Am häufigsten leiden Menschen zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr unter Migräne. In diesem Alter sind etwa drei Mal mehr Frauen als Männer betroffen. Jede fünfte Frau hat im Laufe ihres Lebens Migräne.

 

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Ursachen:

Einer der häufigsten Auslöser (Trigger) für Kopfschmerzen ist Flüssigkeitsmangel im Körper. Als Folge von Flüssigkeitsverlust wird das Blut dicker, die Sauerstoffversorgung der Zellen lässt nach, und der Kopf beginnt zu schmerzen. Die Dehydrierung ist auch typisch für den „Katerkopfschmerz“, da Alkohol dem Blutkreislauf Wasser und Mineralstoffe entzieht. Aber auch Stress, Reizüberflutung und Schlafmangel können Kopfschmerzen und Migräne auslösen. Weitere Triggerfaktoren sind „Wetterfühligkeit“ (Empfindlichkeit bei gewissen Wetterlagen, zum Beispiel Föhn) und Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Ebenso können Medikamente, die Nitroverbindungen enthalten, und Koffeinentzug Ursache der Schmerzen sein. Die Symptome treten auch bei Hungergefühl (Unterzuckerung) oder unregelmäßiger Einnahme von Mahlzeiten auf.

 

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Diagnose:

Bei der Diagnostik versucht der Arzt die unterschiedlichen Arten des Kopfschmerzes abzugrenzen. Der Spannungskopfschmerz tritt episodisch oder chronisch auf. Der Schmerz ist dumpf-drückend, als ob der Kopf eingepresst würde. Bei der Migräne ist die Form ohne Aura (visuelle Störungen) am häufigsten. In ca. jedem zehnten Fall ist eine Migräne mit einer Aura verbunden. Bei der „familiären hemiplegischen Migräne“ kommt es auch zu halbseitigen Lähmungen, die nach dem Anfall wieder aufhören. Bei der sogenannten „retinalen Migräne“ kommt es neben den Kopfschmerzen zu einem einseitigen Gesichtsfeldausfall. Teilweise erblinden Betroffene für mehrere Minuten.

 

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Therapie:

Die Behandlung kann während der Kopfschmerzen erfolgen oder als Prophylaxe zwischen den Attacken. In erster Linie sind Medikamente geeignet. Eine Dreierkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein (wie zum Beispiel in Thomapyrin, Anm.) zeigt gute Wirkung – sowohl bei Migräne als auch bei Spannungskopfschmerz. „Kopfschmerzpatienten dürfen aber höchstens an zehn Tagen pro Monat Medikamente einnehmen, um nicht in die Gefahr zu kommen, einen Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch zu entwickeln“, so der deutsche Kopfwehspezialist und Mediziner Dr. Gunther Haag. Zusätzlich sind natürlich auch nichtmedikamentöse Therapien geeignet, die Häufigkeit von Kopfschmerzen zu verringern. So können Entspannungsmethoden, Akupunktur sowie gegebenenfalls eine Verhaltenstherapie die Anfälligkeit für Kopfschmerz herabsetzen. Ausdauersport ist bei Migräneneigung ebenfalls empfehlenswert. Achtung: Sport während der Kopfschmerzen verstärkt diese allerdings zusätzlich!

 

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Gesundheitstipps:

  • Trinken Sie viel. Mindestens 1,5 bis zwei Liter Wasser oder Tee pro Tag erfrischen Körper und Gehirn.
  • Lebensmittel mit reichlich Magnesium wie Vollkorn, grünes Gemüse und Nüsse helfen Kopfschmerzgeplagten.
  • „Biogene Amine“ wirken bei manchen Menschen als Kopfschmerzauslöser. Sie stecken etwa in reifem Käse, Rotwein, Schokolade, Weizen oder Schweinefleisch.
  • Ein doppelter Espresso, eventuell mit einem Spritzer Zitronensaft, hilft. Das Koffein beeinflusst die Gefäßspannung und damit die Durchblutung.
  • Wenn Migräneattacken auftreten, hilft es den Betroffenen meist, sich in einen dunklen und ruhigen Raum zurückzuziehen.
  • Schlaf wirkt häufig erleichternd.
  • Man kann auch Pfefferminzöl auf die Schläfen auftragen oder kühlende Tücher auflegen, um die Kopfschmerzen zu lindern.
  • Wenn verspannte Muskeln hinter den Kopfschmerzen stecken, verschafft anstatt Kälte eher eine Wärmepackung Linderung, etwa ein erhitztes Kirschkernkissen im Nacken.
  • Essen Sie möglichst regelmäßig.
  • Hüten Sie sich vor zu starker Licht- und Sonneneinwirkung sowie übermäßigem Lärm.
  • Viele Migräne-Betroffene profitieren davon, wenn sie sich bei Bedarf gezielt entspannen können; verzichten Sie aber auf heiße Bäder oder Sauna.
  • Eine Fehlstellung der Zähne oder die Verkrampfung der Kiefer im Schlaf kann Kopfschmerzen verursachen. Ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde kann dann helfen.

 

 

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