frau  - rückenschmerzen

Rückenschmerzen haben sich im Laufe der Jahre zur Volkskrankheit entwickelt. Nach den Infektionskrankheiten sind sie der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen.

Allgemeines:

Mit Rückenschmerzen bezeichnet der Volksmund Schmerzen des Kreuzbeins. Diese können unterschiedliche Ursachen haben, die nicht einmal im Bereich des Rückens liegen müssen.
Die Medizin unterscheidet zwei Arten von Rückenschmerzen – die unspezifischen und die spezifischen Rückenschmerzen. Meist machen Muskeln, Sehnen und Bänder Probleme. Es sind eingeklemmte Nerven, verschobene Bandscheiben, entzündete oder verspannte Muskeln oder Gelenke, die starke Schmerzen hervorrufen. Diese Rückenschmerzen werden als unspezifisch bezeichnet. Entstehen die Schmerzen durch Erkrankungen der Wirbelsäule oder andere Krankheiten, werden sie als spezifisch deklariert.

 

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Ursachen:

Die genauen Ursachen von Rückenschmerzen sind trotz großer Fortschritte in der Medizin und Forschung in den meisten Fällen unbekannt. Das Sitzen am Schreibtisch in falscher Position, das Heben schwerer Gegenstände, Tätigkeiten mit ständig gebeugtem Oberkörper oder auch Überkopfarbeit in vielen Handwerksberufen können als Hauptursachen der funktionellen Beschwerden ausgemacht werden. Die Bewegungsmuskeln (oberflächlich gelegene Rückenmuskeln) werden nicht gefordert und bilden sich dementsprechend zurück. Die aufgrund dessen vermehrt strapazierten Gegenspielermuskeln verspannen sich und werden schlechter durchblutet, was die Schmerzen auslöst.Werden Rückenschmerzen von Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder -schwellungen, Nervenstörungen, Veränderungen des Körpergewichts oder des Blutes begleitet, so lässt das meistens auf eine spezielle Erkrankung schließen.

 

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Diagnose:

Der Arzt stellt in einer orthopädisch-neurologischen Untersuchung die Beweglichkeit des Rückens und der Wirbelsäulensegmente sowie die Muskelkraft fest. Auch die Krankheitsgeschichte (Anamnese), aktuelle psychosoziale Belastungen und Rückenschmerzen in der Vergangenheit sind für die Diagnose wichtige Anhaltspunkte. Bei Hinweisen auf komplizierte Rückenschmerzen ist eine Überweisung an einen Spezialisten – beispielsweise einen Orthopäden, Neurologen, Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin, Frauenarzt oder Urologen – notwendig.

 

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Therapie:

Die gute Nachricht ist, dass man gerade gegen unspezifische Rückenschmerzen selbst viel tun kann.

Als wirkungsvolle vorbeugende Maßnahmen werden empfohlen: Abnehmen bei Übergewicht; rückenfreundliches Schuhwerk und geeignete Matratzen helfen spürbar, den Rücken zu entlasten. Als Selbsthilfemaßnahmen bei Rückenschmerzen können die vorübergehende Schonung zu Hause, wiederholtes Entlasten in Rückenlage für etwa zehn Minuten mit einem kleinen Stützkissen unter dem Kreuz, dem Nacken und den Kniegelenken und die Anwendung eines Wärmepflasters empfohlen werden.

 

Physikalische Therapiemaßnahmen (Physiotherapie) wie Massage, Strombehandlung (Elektrotherapie) und Krankengymnastik mit dem Ziel, die Bauch- und tiefen Rückenmuskeln zu stärken, bringen den Rücken meistens wieder ins Lot.

 

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Gesundheitstipps:

  • Treiben Sie Sport. So stärken Sie Ihren Rücken und verlieren Gewicht, das Ihr Rücken nicht mehr tragen muss.
  • Radfahren hat einen großen Effekt auf die Kräftigung selbst kleiner Muskelgruppen an der Wirbelsäule, die für deren Stabilisation sorgen.
  • Tragen und heben Sie nicht mit gebeugtem, sondern mit geradem Rücken.
  • Möglichst aus der Hocke heraus die Last hochstemmen, dabei wieder Becken fest und Rücken gerade halten und den Bauch einziehen.
  • Nie länger als 30 Minuten in derselben Position bleiben: Bewegen Sie sich zwischendurch, lockern Sie die Muskeln und atmen Sie bewusst.
  • Kaufen Sie gut sitzende, bequeme Schuhe. Ihre Wirbelsäule fühlt sich damit wohler.
  • Ziehen Sie so oft wie möglich den Bauch ein (Bauchpresse). Das stärkt den Transversusmuskel, der wiederum mithilft, die Lendenwirbelsäule zu stützen. Dabei normal weiteratmen.
  • Benutzen Sie einen Stuhl mit gerader oder leicht nach vorne geneigter Sitzfläche. Die Rückenlehne sollte leicht nach hinten geneigt sein.

 

 

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