Junge Frau mit Verkühlung schneuzt sich in ein Taschentuch.

Viren sind mikroskopisch klein und schwirren gerade im Winter millionenfach in der Luft herum. Sie sind es, die Schnupfen, Husten und Entzündungen auslösen können. Aber ganz hilflos sind wir den Viren nicht ausgeliefert. Man kann sich durchaus gegen sie wappnen – und von ihnen verursachte Beschwerden wirksam behandeln.

 

Rund dreimal im Jahr werden Erwachsene von einer Erkältung heimgesucht. Kinder erwischt es noch viel öfter – bis zu zehn Mal muss sich ihr Körper gegen die Krankheitserreger wehren. Schuld an Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind etwa 100 verschiedene Keime.

 

Ursachen:

Besonders verbreitet sind die Rhinoviren, die über Tröpfcheninfektion übertragen werden.
Auch weil Heizungsluft im Winter die Schleimhäute in Nase, Rachen und Hals austrocknen und dadurch schwächen, können Viren leicht eindringen. Die Erreger gelangen auf die Schleimhäute meist des oberen Atemtrakts und vermehren sich dort. Die Schleimhaut entzündet sich, die Nase beginnt zu kribbeln, wir müssen niesen.
Ähnlich ist es bei Entzündungen des Rachens. Diese verursachen ein Kratzen, das Schlucken fällt schwer. Mit Hilfe des Hustens versucht sich der Körper gegen die Viren zu wehren und sie wieder aus dem Körper zu befördern.

 

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Gesundheitstipps:

Am besten wappnet man sich gegen Viren, indem man sein Immunsystem stärkt. Wer regelmäßig Kneippkuren macht kurbelt seinen Stoffwechsel an, die Blutgefäße dehnen und weiten sich – ein ideales Training für die Fähigkeit des Organismus, sich an wechselnde Temperaturen anzupassen. Auch regelmäßiger Ausdauersport bringt das Immunsystem in Schwung. Übertreiben Sie es allerdings nicht mit den sportlichen Aktivitäten – wer sich übermäßig auspowert, schwächt den Körper und schadet dem Immunsystem eher.
Gesundes Essen und viel Vitamine tun ihr übriges um ihre Abwehrkräfte zu stärken. Wahre Vitaminbomben stecken in heimischem Wintergemüse wie Weißkraut, Kohl, Lauch, Zwiebel, Brokkoli, Sellerie und Karotten. Besonders wichtig zur Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte sind neben den Vitaminen C, A und E auch die Mineralstoffe Magnesium, Selen, Eisen und Zink.
Um Erkältungen vorzubeugen, sollten Sie sich in der Virenhochphase besonders oft die Hände waschen. Es geschieht zwar ohne jede Absicht, aber wir reichen Erkältungsviren im wahrsten Sinne des Wortes weiter. Erkältungsviren tummeln sich auf Türklinken und Telefonhörern. Indem Sie die Hände vom Gesicht fernhalten und sie häufig waschen, senken Sie nicht nur Ihr eigenes Ansteckungsrisiko, sondern schützen auch Familienangehörige und Kollegen. Für unterwegs können Handdesinfektionsmittel sinnvoll sein.

 

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Therapie:

Die beste Therapie bei Erkältungskrankheiten ist ein Mix aus drei Maßnahmen: Ruhe, viel Schlaf und reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Flüssigkeit hält die Schleimhäute der Atemwege feucht, damit sie den entzündlichen Schleim besser abtransportieren können. Heiße Bäder tun schmerzenden Gliedern gut. Menthol- oder Eukalyptus-Badezusätze fördern die Durchblutung und helfen, Sekret in den Bronchien zu lösen. Auch das Inhalieren mit Kamillenblüten ist ein altes, bewährtes Hausrezept. Eine Handvoll Blüten in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser übergießen, dann ein Handtuch über den Kopf legen und das Gesicht in den Dampf halten. Atmen Sie mehrmals mit geschlossenen Augen tief durch die Nase ein und wiederholen Sie die Inhalation mehrmals täglich für ein paar Minuten.

 

Eine Erkältung ist in der Regel nach einer Woche wieder abgeklungen. Sie ist lästig, aber harmlos. Schmerzhafter wird es, wenn sich in Folge der Erkältung die Nasennebenhöhlen entzünden. In diesem Fall sollte man rechtzeitig einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.
So wie sich die Nasennebenhöhlen entzünden können, kann dies auch mit dem Kehlkopf geschehen. Dann schmerzen Hals und Rachen, man hustet viel. Wenn die Stimme versagt, sollte diese unbedingt geschont werden. Bei Atembeschwerden sofort zum Arzt gehen!

 

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