prim pils
Chefärzt Dr. Katharina Pils

Die Tage werden länger, die Temperaturen milder –  der Jahreszeitenwechsel bringt aber nicht nur Frühlingsgefühle, er sorgt auch für Beschwerden.

 

Oft wird dabei von der „Frühjahrsmüdigkeit“ gesprochen – Wetterfühligkeit,
Kopfschmerzen und Erschöpfung sind die häufigsten Symptome. Eine der  Hauptursachen für diese Kreislaufbelastungen sind die hormonellen Umstellungen, die der Körper ab Mitte März unternimmt.

 

Ernährung anpassen

 

Diese Begleiterscheinungen des Frühlings lassen sich zwar nicht vermeiden, man kann ihre Auswirkungen auf die Psyche aber sehr leicht mildern. Während wir im Winter eher zu fettreicher Ernährung neigen, sind wir im Frühjahr besonders auf eine ausreichende Vitaminzufuhr angewiesen. Viel frisches Obst und Gemüse - Erdbeeren und Marillen sowie Rharbarber, Spargel und Radieschen haben regional Saison – und eine Umstellung von drei Hauptmahlzeiten auf fünf kleinere wirken sich rasch positiv auf das Wohlbefinden aus.

 

Nachtessen

 

Viele Menschen leiden gerade im Frühling an der Eß-und Schlafstörung „Night Eating Syndrom“. Jetzt hat man das Rätsel gelöst: Das Problem entsteht durch eine zu geringe Produktion der Hormone Melatonin, Leptin und Cortisol. Die Folge: Man ißt tagsüber zu wenig, nimmt zu wenig Kalorien auf, hat kaum Energie und schlechte Laune. Nachts wird dann der Kühlschrank geplündert.
Versuchen Sie Streß abzubauen – das hilft.

 

Beingymnastik

 

An manchen Tagen wird es im Frühling schon richtig warm. Das bedeutet für Menschen, die schwache Venen haben: Die Füße und Beine werden wieder dick
und schwer. Sie sollten vorbeugend Bein- und Fuß-Gymnastik durchführen. Zum Beispiel erleichtern Übungen wie "Luftradeln": Machen Sie am Rücken liegend Radfahrübungen in der Luft. Drehen Sie auch die Füße aus dem Knöchel heraus im Uhrzeigersinn und dann dagegen.

 


Ruhe und Geduld


Hat man trotz aller Vorkehrungen und Maßnahmen mit Symptomen zu kämpfen, sollte man nicht verzweifeln. In der Regel ist der Körper spätestens nach einem
Monat umgestellt und für die helle Jahreszeit gerüstet. Ein erholsames  Wochenende mit einem guten Buch, entspannender Musik und einem anregenden Gespräch mit Freunden ist ein gutes Hausmittel.

 

Besonders zu empfehlen ist es, sich den veränderten Lichtverhältnissenanzupassen. Das heißt: Früh aufstehen und viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Dadurch fördert man die Bildung der sogenannten „Glückshormone“ und  dämmt die Bildung des Schlafhormons Melatonin ein.

socialshareprivacy info icon