Unterwegs in Sachen Seuchenbekämpfung

WatSan Workshop

Gesundheitliche Belastungen treffen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt am stärksten und führen zu einer Negativspirale von Krankheit und Armut. Jedes Jahr sterben infolge von wasser- und sanitärbedingten Krankheiten etwa 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Vor diesem Hintergrund erklärte die UN-Generalversammlung das Recht auf einwandfreies und sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung zu einem Menschenrecht.

Sauberes Trinkwasser

In Entwicklungsländern sind 80 Prozent aller Krankheiten auf verschmutztes Trinkwasser und fehlende Abwasserversorgung zurückzuführen. Deshalb ist nicht nur in Konflikten und bei Naturkatastrophen Wasser das Notfallmedikament Nummer eins. Der Bau von Brunnen, die Errichtung von ökologischen Latrinen und die Installation von Wassersystemen zählen zu den Gesundheitsvorsorgemaßnahmen des Österreichischen Roten Kreuzes in der Entwicklungszusammenarbeit.

Hygienetrainings

Die Infektionskrankheit Tuberkulose tötet vor allem in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt pro Jahr zwei Millionen Menschen. „Hygiene-Promotion“ ist ein wichtiger Teil der Katastrophenhilfe und Gesundheitsvorsorge, weil Hygienewissen den Ausbruch von Seuchen verhindert. In den Dörfern werden Verantwortliche ausgebildet, um ein Grundwissen über Hygiene, Gesundheit und Wartung der Anlagen an ihre Mitbürger weiterzugeben. Die Bewohner werden durch einen gemeinschaftlichen Ansatz voll in das Wasser- und Sanitärprogramm miteinbezogen und übernehmen von Beginn an Verantwortung für die Nachhaltigkeit des Programms.

 

Durch die Stärkung des Selbsthilfepotenzials unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Gesundheitsstrategien schafft das ÖRK im Kontext der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern.

 

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