Heimat verloren - Zuflucht gefunden

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Hoffnungsvoll in die Zukunft können nun 15 Jugendliche aus aller Welt blicken. Sie haben im Tiroler Unterland Zuflucht gefunden. Im Stift Fiecht werden sie nun im Auftrag des Landes von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Tiroler Roten Kreuzes betreut.

 

Für Kinder und Jugendliche ist die Flucht aus ihrem Heimatland und ihrer vertrauten Umgebung besonders schmerzvoll, aber oft der einzige Weg, das Leben zu retten. Wenn diese dabei auch noch von ihren Eltern getrennt werden, stehen sie plötzlich völlig alleine vor dem Ungewissen. 

 

„Stellen Sie sich vor, Sie retten sich in ein neues, fremdes und unbekanntes Land, hören dort eine fremde Sprache und leben in einer anderen, Ihnen absolut unbekannten Kultur“, beschreibt Präsident Dr. Reinhard Neumayr vom Tiroler Roten Kreuz die Situation, „Sie sind vielleicht fast noch ein Kind und Ihre Eltern sind vielleicht nicht mehr am Leben. Ich garantiere Ihnen, Sie erleben einen unvorstellbaren Druck, den sogar manch Erwachsener nicht standhält.“

 

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Ein achtköpfiges Team, unterstützt von ehrenamtlichen Mitarbeitern, hilft den jugendlichen Flüchtlingen, die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten und in einer angst- und gewaltfreien Umgebung soziale und persönliche Fähigkeiten zu entfalten. Unterstützung bei der Ausbildung, deutsche Sprachausbildung, wertvolle Freizeitgestaltung, Integration und die Vermittlung gemeinnütziger Arbeit sind Teil der Betreuung, in der die Jugendlichen endlich wieder positive Beziehungen, Vertrauen und Zuwendung erfahren. 

 

Die Betreuung im Stift Fiecht erfolgt rund um die Uhr, aktuell kümmern sich die pädagogischen Fachkräfte des Roten Kreuzes um 24 männliche Jugendliche, die überwiegend aus dem Raum Afghanistan, Irak, Somalia, Pakistan oder Syrien nach Österreich geflüchtet sind.

 

„Meistens ist es ja nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung, der gegen Flüchtlinge und Asyl Stimmung macht und praktisch alle Fremden sofort kriminalisieren will“, bekräftigt Reinhard Neumayr. „Die meisten Tirolerinnen und Tiroler haben aber ein sehr offenes Herz, wenn es um Verständnis und Unterstützung geht für jene, die unsere Hilfe brauchen!“

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