Abt Anselm Zeller OSB (Stift Fiecht)

Abt Anselm neu
Abt Anselm Zeller OSB (Stift Fiecht)

"Wir haben uns in der Klostergemeinschaft nach reiflicher Überlegung entschlossen, den jungen Menschen unter dem gleichen Dach ein Zuhause zu ermöglichen. Wir sind auch zuversichtlich, dass uns ein gutes Miteinander gelingen wird. Den Jugendlichen und ihren Betreuern / Betreuerinnen wünschen wir eine gute Verwurzelung im schönen Tirol. Das Wohlwollen vieler Menschen wird ihnen dabei helfen."


Karl-Josef Schubert (Bürgermeister d. Marktgemeinde Vomp)

Bgm Schubert Vomp
Karl-Josef Schubert (Bürgermeister d. Marktgemeinde Vomp)

„Warum Menschen ihren angestammten Lebensraum verlassen und sich auf die Suche nach einem neuen machen, hat vielfältige Ursachen. Die ältesten sind Kriege, gravierende Menschenrechtsverletzungen, demographische Veränderungen und Umweltkatastrophen oder -veränderungen in der Heimat der Flüchtlinge. Häufig liegen mehrere der oben genannten Fluchtursachen zeitgleich vor.

 

Um einem grausamen Schicksal zu entrinnen, machen sich viele Kinder und Jugendliche unbegleitet auf den Weg nach dem „gelobten Land“, den Industriestaaten, oder einfacher gesagt, nach einem Ort, wo sie als Menschen zählen und ihre Menschenwürde wiedererlangen können.

 

Wenn nun 15 Jugendliche aus Kriegsgebieten im Stift St. Georgenberg-Fiecht Aufnahme und Betreuung gefunden haben, dann setzt das Kloster eine alte Tradition fort und erfüllt eine Aufgabe, die Klöster in unseren Breiten vor allem im Mittelalter immer schon erfüllt haben – nämlich Verfolgten an Leib und Leben, Asyl und Aufnahme zu gewähren. Das ist grundsätzlich im Sinne unserer christlichen Wurzeln positiv zu bewerten.

 

Für die Marktgemeinde Vomp ist es aber besonders wichtig, dass die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge bestens und „rund um die Uhr“ betreut werden. Die Betreuung hat dabei derart zu erfolgen, dass sich die jugendlichen Flüchtlinge möglichst rasch akklimatisieren, die deutsche Sprache erlernen und durch positive Arbeitszeit- und Freizeitbetreuung ein neues Lebensziel erhalten.

 

Als Bürgermeister fordere ich das Rote Kreuz als Betreuer und das Stift Fiecht als direkten Gastgeber der Flüchtlinge dazu auf, die benachbarte Bevölkerung ständig, genau und direkt über die Entwicklung dieses Flüchtlingsprojektes in Fiecht zu informieren und durch eine laufende  offensive Informationspolitik womöglich vorhandene Ängste und Vorurteile von vorneherein auszuschließen bzw. zu zerstreuen. Nur auf diese Weise können eine zunächst positive Koexistenz und spätere optimale Integration sichergestellt werden.“


LR Gerhard Reheis

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LR Gerhard Reheis

"In Tirol sind derzeit rund 40 "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" untergebracht. Ich freue mich sehr, dass es dem Roten Kreuz gelungen ist, einen guten Standort für 15 dieser Jugendliche zu finden", erklärt LR Gerhard Reheis.

 

Mit dem Roten Kreuz gibt es nun - neben dem SOS-Kinderdorf - einen zweiten starken Partner für die Unterstützung und Begleitung von jugendlichen Asylwerbern. Reheis erneuert dabei seine Forderung, dass diese Jugendlichen auch Lehren absolvieren dürfen - leider sei der Bund in dieser Frage säumig."

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