Das Rote Kreuz - Mehr als ein Verein

Paragraphenzeichen

Rechtlich gesehen ist das Österreichische Rote Kreuz ein privater, gemeinnütziger Verein, der als Mitglieder neun weitere Vereine - seine Landesverbände - hat. Diese wiederum gliedern sich in kleinere Organisationseinheiten: Bezirks-, Orts- und Dienststellen, meist ohne rechtliche Eigenständigkeit. Verschiedene Tätigkeiten sind aufgrund der rechtlichen Vorgaben in gemeinnützige oder gewerbliche Gesellschaften mit beschränkter Haftung ausgegliedert.

 

Allen ist eines gemein: Sie formen einen Teil der nationalen Gesellschaft vom Roten Kreuz im Sinne der Genfer Abkommen, BGBl. Nr. 155/1953. Als solche ist das Österreichische Rote Kreuz, anders als "normale Vereine", vom Staat offiziell anerkannt per Rotkreuzgesetz (welches selbst wiederum auf ältere Gesetze und letztlich ein kaiserliches Patent von 1880 zurückgeht).

 

Das Österreichische Rote Kreuz ist eine humanitäre Hilfsorganisation, die nach geltendem Völkerrecht unter den auf der ganzen Welt anerkannten Grundsätzen des Roten Kreuzes arbeitet. Durch zwischenstaatliche Verträge eingerichtet, innerstaatlich durch Gesetze anerkannt und international im Verband der größten humanitären Bewegung der Welt stehend, sind die weltweit 188 Rotkreuz-Gesellschaften (einige weitere sind noch im Prozess der Anerkennung) als "auxiliary to the public authority" dennoch der Unabhängigkeit verpflichtet und haben unter den privaten Hilfsorganisationen eine einzigartige Sonderstellung.

 

Dies gipfelt in der alle vier Jahre stattfindenden Internationalen Rotkreuz-Konferenz, an der neben den Vertretern aller Rotkreuz- und Rothalbmond-Organisationen auch die 194 Vertragsstaaten der Genfer Abkommen von 1949 teilnehmen. Gemeinsam mit den privaten Helfern wird dann über die Weiterentwicklung des Humanitären Völkerrechts und die Umsetzung des humanitären Anliegens beraten.

 

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