Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen (SvE)
SvE steht für Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen und bietet Einsatzkräften Hilfe.
Krisenintervention bietet psychologische Hilfeleistung für Opfer, Hinterbliebene und Angehörige unmittelbar bei oder nach einem schwer zu bewältigenden Ereignis.
Wenn Einsatzkräfte vor Ort den Eindruck haben, eine Betreuung täte gut, bieten sie diesen Rotkreuz-Dienst an. Möchte der Betroffene das SvE-Kriseninterventions-Team in Anspruch nehmen, erfolgt die Einsatzalarmierung über die Rettungsleitstelle.
SvE-Kriseninterventions-Teams sind in Tirol rund um die Uhr einsatzbereit, die Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Die Alarmierung erfolgt über die Rettungsleitstelle, die von den am Ereignisort anwesenden Einsatzkräften informiert wird.
Entstanden ist die SvE-Kriseninterventions-Hilfe in der Folge der Lawinenkatastrophe 1999 in Galtür, wo neben der Bergung und Versorgung die psychosoziale Betreuung vieler Menschen zur wichtigen Aufgabe wurde.
Sie hat sich seither bei zahlreichen belastenden Situationen im kleinen wie im großen bewährt. Unvergessen sind in diesem Zusammenhang traurige Anlässe wie die Flutkatastrophe in Südostasien, das Busunglück in Vomp, das Unglück am Bergiselstadion oder die Seilbahnkatastrophe in Kaprun, aber auch die Betreuung der Kosovo-Flüchtlinge. Andere Einsätze von Kriseninterventions-Teams wie die Betreuung von Angehörigen nach dem unvermittelten Tod eines Kleinkinds oder eines Unfalllenkers sind weniger öffentlich, aber für die Betroffenen nicht weniger belastend.
Inzwischen ist dieser Dienst in Tirol wichtiger Bestandteil des Rettungsdienstes und erfährt auch eine hohe Akzeptanz sowie Anerkennung bei anderen Einsatzorganisationen wie Polizei, Feuerwehr, Bergwacht, Wasserrettung usw., aber auch bei spezifischen Abteilungen der Universitätsklinik Innsbruck (Unfallambulanz, Neurointensiv ...).
HIER bekommen Sie weitere Informationen: http://www.sve-psd.at
Ansprechpartner
Christian Schönherr
SvE-PSD
Tel: 0512 / 33 444-0 , Fax: 0512 / 33 444-29
