Das Peer-System

Sujet Peer System

Ein tragendes Element von SvE für Einsatzkräfte ist das Peer-System: Peers sind speziell in SvE ausgebildete Mitarbeiter. Sie finden sich in den eigenen Reihen. Die Aufgabe von Peers ist es, innerhalb der Mannschaft eine Vertrauensstellung zu gewinnen und erster Ansprechpartner für Kollegen zu werden, die im Zusammenhang mit Einsätzen etwas erlebt haben, was sie besonders belastet.

 

Das setzt voraus, dass ein Peer in der eigenen Einsatzorganisation als Mensch und Fachmann weittestgehende Anerkennung genießt! Selbstverständlich sind all die Informationen, die ein Peer im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit erhält, strengstens vertraulich zu behandeln. Diese Vertraulichkeit ist auch von Vorgesetzten unbedingt zu respektieren!

 

Sujet 2 Peer System

Ein Peer muss eine besondere Sensibilität für Verhaltensänderungen von Kollegen nach möglicherweise belastenden Ereignissen entwickeln und dafür Sorge tragen, dass der Betroffene wieder aus seiner Krise einen Weg findet. Vielleicht geht der Betroffene auf den Peer zu, oder der Peer schafft eine Gelegenheit, um mit dem Betroffenen z.B. bei einer Tasse Kaffee in Ruhe zu sprechen.

 

Die Schaffung derartiger Situationen erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl, denn es soll hier dem (möglicherweise) Betroffenen ein Angebot gemacht werden, bei dem er frei entscheiden kann, es anzunehmen oder nicht. Jeglicher Zwang ist unbedingt zu vermeiden, wie: "Ich muss mit dir reden, weil du hast ein Problem!" Die meisten Erwachsenen werden von derartigen Zwangsbeglückungen keinen Nutzen haben. SvE möchte die in jedem Menschen innewohnende körpereigene Regenerationsfähigkeit unterstützten.

 

Sujet Ausbildung zum KIT Mitarbeiter

Ausbildung der Peers

Um die Entwicklung dieser Regenerationsfähigkeit wirklich gezielt mit SvE fördern zu können, bedarf es einer fundierten Aus- und Weiterbildung der Peers und der psychosozialen Fachkräfte. Die Ausbildung umfasst 6 Tage, wobei neben einer Einführung in die Psychotraumatologie die verschiedenen Möglichkeiten der Betreuungssysteme sowie der Umgang mit den Betroffenen gelehrt werden.

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