Reden über extreme Erlebnisse

In der amerikanischen Armee beobachtete man erstmals im 2. Weltkrieg, dass Soldaten, welche die Möglichkeit hatten, über ihre Erlebnisse unmittelbar zu sprechen, am nächsten Tag besser einsatzfähig waren. 

 

Aus einer Reihe von Beobachtungen und systematischen wissenschaftlichen Arbeiten entwickelte Jeffrey T. MITCHELL gemeinsam mit George S. EVERLY ein praxisorientiertes, sehr erfolgreiches und empirisch abgesichertes Modell: Critical Incident Stress Management (CISM), im Österreichischen Roten Kreuz kurz SvE (Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen) genannt. 

 

Stressbearbeitung für Einsatzkräften wird in den USA schon seit 20 Jahren praktiziert. Inzwischen ist dieser Dienst im Österreichischen Roten Kreuz zu einem wichtigen Bestandteil des Rettungsdienstes geworden und erfährt auch eine hohe Akzeptanz sowie Anerkennung bei anderen Einsatzorganisationen wie Polizei, Feuerwehr, Bergwacht, Wasserrettung.


Nicht erst seit dem Zugsunglück von Eschede ist auch im deutschsprachigem Raum bekannt, dass viele Helfer enorm unter ihren quälenden Erinnerungen an Extremsituationen leiden. 

 

Niemand weiß, wie viele Menschen deswegen vorzeitig aus ihrem Beruf ausgeschieden sind oder gesundheitliche Beeinträchtigungen hinnehmen mussten, Schwierigkeiten mit ihrer Beziehung oder ihrer eigenen Persönlichkeit erfuhren. SvE will vor allem traumatischen Stress vorbeugen, diesen gegebenenfalls lindern, die Genesung beschleunigen und die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter erhalten.

 

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