Nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1919 wurde auf Initiative des Amerikanischen Roten Kreuzes mit Unterstützung des damaligen Amerikanischen Präsidenten Wilson die Liga der Rotkreuz-Gesellschaften gegründet. Diese Organisation war als Dachorganisation der Nationalen Rotkreuz-Gesellschaften geplant, analog zum damaligen Völkerbund organisiert und sollte für die humanitäre Rotkreuz-Arbeit außerhalb der Kriege und Konflikte verantwortlich sein.

 

In Cannes wurde 1919 die Föderation vorbereitet und am 5. Mai 1919 formell in Paris als „Internationale Liga der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften“ gegründet. Die ersten Mitglieder waren die nationalen Rotkreuzgesellschaften von Frankreich, der USA, Großbritanniens, Italiens und Japan.

 

Doch die Liga war zu Beginn auch politisiert. Als Folge des ersten Weltkriegs, war es den fünf Entente-Mächten möglich, die Rotkreuz-Gesellschaften der "Mittelmächte" auszuschließen, aber auch das Russische Rote Kreuz.

 

Die Aufgaben der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, wie die Liga seit dem Jahr 1991 heißt, war von Anbeginn die humanitäre Hilfe in Katastrophen, bei Unglücken und Seuchen, bei Hungersnöten oder Epidemien. Deren gab es seit 1919 natürlich sehr viele. Die Zentrale der Liga war zunächst Paris, erst im zweiten Weltkrieg wurde nach der Invasion der Deutschen in Frankreich ebenso Genf zur Heimat der zweiten Rotkreuz-Dachorganisation. 

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