Meilensteine Der Rot Kreuz Ortsstelle Alberschwende

Das Schilaufen entwickelte sich in den Nachkriegsjahren immer mehr zum Volkssport. Mehr Schifahrer bedeuteten auch das Zunehmen von Verletzungen auf den damals noch schlecht oder gar nicht präparierten Hängen. Willi Schrümpf, ehemaliger Sanitäter beim Reichsarbeitsdienst, versorgte die Verletzten bereits 1946. Er war alleinstehender Sanitäter und mit einer weißen Armbinde mit Rotem Kreuz gekennzeichnet.

GRÜNDER 1955 Gregor Fetz

Die Idee in Alberschwende eine Rotkreuz-Ortsstelle zu gründen kam vor allem von Gregor Fetz. Er war seit 1951 Mitglied bei der Rotkreuz-Ortsstelle Wolfurt und er sah auch die Notwendigkeit einer Ortsstelle in Alberschwende. Gregor hat daraufhin im Jahr 1955 eine Interessensgruppe im Gasthaus Brauerei zusammengerufen, welche die Rotkreuz-Ortsstelle Alberschwende gründete. Die Gründungsmitglieder waren: Gregor Fetz, Walter Bereuter, Willi Schrümpf, Rudolf Rößl, Hans Hrach, Alfred Schedler, Anton Bereuter und Meinrad Sohm. Gemeindearzt Dr. Georg Hinteregger hat damals die Schulungsabende für die neuen Rotkreuzler abgehalten.

1. Obmann 1956-1959 VS-Dir. Stafan Hertnagel

Das Gasthaus Brauerei war der Treffpunkt der jungen Ortsstelle, da noch kein Vereinslokal zur Verfügung stand. Die Ausrüstung war damals sehr einfach und primitiv. Eine Holztrage mit vier Stehern auf zwei Paar Schiern montiert, war der erste Transportschlitten. Eine weiße Armbinde mit Rotem Kreuz das Kennzeichen der Rotkreuzhelfer.

2. Obmann 1959-1962 Konrad Flatz

1959 bekam die Ortsstelle mit Konrad Flatz den zweiten Obmann. 1962 wurde die Ortsstelle unter Obmann Konrad Flatz aber aufgrund von Arbeitsmangel ruhend gemeldet.

Die Eröffnung des ersten Liftes am Tannerberg im Jahr 1963, relativ schlechtes Fahrkönnen und einfache Schiausrüstungen waren der Grund für viele Verletzungen. Der Ruf nach ausgebildeten Sanitätern wurde laut. Als sich dann ein schwerer Schiunfall am Tannerberg ereignete und niemand wusste was zu tun war, wurde Gregor Fetz gerufen. Der Patient wurde von ihm erstversorgt und mit einem Milchhorner abtransportiert.

3. Obmann 1963-1966 Insp. Anton Simma

Nach neuerlichen Bemühungen von Gregor Fetz kam es 1963 zur Neuorganisation mit dem dritten Obmann Insp. Anton Simma und den Helfern Gregor Fetz, Walter Bereuter, Herbert Willam, Fritz Leissing und Robert Krenmayr. Durch den Bau der Schilifte Dreßlerberg und Brüggelekopf vergrößerte sich das Aufgabengebiet und nachfolgend auch der Mitgliederstand.

4. Obmann 1966-1978 Fritz Leissing

1966 wurde Fritz Leissing der vierte Obmann. Die Ausrüstung wurde modernisiert und der Mitgliederstand weiter erhöht. Einige Jahre lang war sogar ein Rettungswagen während der Wintersaison in Alberschwende stationiert. Mit dem Fahrzeug wurden etwa 100 Patienten pro Schisaison abtransportiert!

1971 Bau des Bergrettungsheim

Ein besonderer Meilenstein in der Vereinsgeschichte war im Jahr 1971 der Bau des Bergrettungsheimes auf dem Brüggelekopf unter Obmann Fritz Leissing, das den Pistendienst wesentlich erleichterte. Es musste ein eigener Verein namens „Bergrettungsheim Brüggelekopf“ gegründet werden. Das Aufgaben-gebiet erweiterte sich danach ständig.

5. Obmann 1978-1982 Helmut Minatti

1978 wurde Helmut Minatti zum fünften Obmann gewählt. Unter seiner Führung startete die Ortsstelle neue Aktivitäten, wie z.B. die Sonntagsdienste im Altersheim, Altersausflug und Seniorenkränzle sowie die bis heute erhaltenen regelmäßigen Altpapiersammlungen.

6. Obmann 1982-1994 Fritz Leissing

1982 wurde Fritz Leissing erneut Obmann und war damit der sechste Obmann in der Vereinsgeschichte und einziger, der in zwei Etappen Obmann war. In den achtziger Jahren wurde die Ortsstelle weiter modernisiert und die Ausrüstung ergänzt. 1994 übergab Fritz Leissing die Vereinsführung in jüngere Hände, nachdem er das Amt des Obmannes 24 Jahre in zwei Etappen inne hatte.

7. Obmann 1994-2007 Dieter Hillebrand

Dieter Hillebrand übernahm als siebter Obmann die Ortsstelle. Die Zeit seit 1994 war geprägt von zeitgemäßen Modernisierungen im Bereich der Ausrüstung und der Ausbildung. Auch das First Response Team wurde unter seiner Führung ins Leben gerufen und ein Mannschaftstransport-fahrzeug angeschafft.

1997 "Pilotversuch First Response"

Im Jahr 1997 wurde mit der Aufschaltung auf die RFL "First Response" als Pilotversuch in Alberschwende gestartet. First Response ist eine Einrichtung, um bei Notfällen möglichst schnell ausgebildete Ersthelfer die sich in der Nähe eines Notfallortes befinden, parallel zum organisierten Rettungsdienst zum Einsatzort zu bringen. Damit soll ohne Einschränkung des standardisierten Rettungseinsatzes eine rasche, effiziente Erstversorgung durch Mitglieder ortsansässiger Rettungsorganisationen ermöglicht werden. Die örtlichen Rettungs- und Notfallsanitäter werden dabei direkt durch die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg zeitgleich mit Rettungswagen und Notarzt alarmiert. Das System hat sich seither bestens bewährt. Seit der Einführung wurden weit über 1.000 Einsätze für die Alberschwender Bevölkerung absolviert.

2000 Mannschaftsfahrzeug

Im Jahr 2000 ging ein lang ersehnter Wunsch der Ortsstelle in Erfüllung, der die Arbeit der Ortsstelle seither wesentlich erleichtert. Das erste Mannschaftsfahrzeug wurde angeschafft.

 

Dieses kann je nach Erfordernissen in kürzester Zeit in vier verschiedene Varianten umgebaut werden. Vom achtsitzigen Mannschaftsfahrzeug bis zum Rettungstransportwagen (RTW).

2004 Anschaffung Laiendefibrillator bei der Raiffeisen

Im Jahr 2004 wurde der erste öffentliche Laiendefibrillator in Alberschwende installiert. Das Gerät wurde zu je 50% von Gemeinde und Raiffeisenbank finanziert und ist im Foyer der Raiba Alberschwende öffentlich zugänglich. Die Bedienung eines Laiendefi’s und die zugehörige Reanimation wird in jedem Erste Hilfe Grundkurs gelehrt.

8. Obfrau 2007-2010 Manuela Schwendinger

Nach 13 Jahren als Obmann übergab Dieter sein Amt im Jahr 2007 an die erste weibliche Leitung in der Geschichte der Ortsstelle Alberschwende. Manuela Schwendinger war somit die 8. Obfrau und leitete von nun an die Geschicke der Ortsstelle, in einer Zeit in der die Anforderungen an die Freiwilligkeit immer größer wurden.

9. Obmann 2010-2012 Daniel Geuze

Im Jahr 2010 übernahm Daniel Geuze als 9. Obmann die Leitung der Ortsstelle Alberschwende. Nach nur zwei Jahren als Obmann übergab er diese Funktion an unsere derzeitige Ortstellenleiterin Elfriede Schedler.

10. Obfrau seit 2012 Elfriede Schedler

Elfriede Schedler wurde somit zum 10. Obfrau in der Geschichte der Ortsstelle. Ihr ist es ein großes Anliegen, durch die Förderung unserer Jugend den Grundstein für die nächste Generation der Rettungs- und Notfallsanitäter zu setzen, die rund um die Uhr im Einsatz für den Nächsten stehen.

2017 Anschaffung zweier Defibrillatoren für das First Response Team

Im Frühjahr 2017 wurden zwei Defibrillatoren (Zoll AED Pro) für das First Response Team in Alberschwende angeschafft. Diese sind bei den Verfügbarsten Respondern stationiert. Mit diesen Defi´s ist es dem Helfer möglich ein 4 Kanal EKG zu machen. Bei einem Ambulanzdienst wird der Defibrillator mitgenommen.

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