14.06.2017 08:45

Elmar Böhler: Ein Blutspender, wie er im Bilderbuch steht

Elmar Böhler: Ein Blutspender, wie er im Bilderbuch steht
Elmar Böhler mit DGKS Sarah Morscher bei der Blutspende.

 

Seit seinem 20. Lebensjahr spendet der hauptberufliche Rotkreuz-Mitarbeiter Elmar Böhler sein Blut, um anderen Menschen zu helfen. Für den 48-jährigen Sportfreak aus Au im Bregenzerwald eine Selbstverständlichkeit! 96 Blutspenden hat Elmar Böhler bereits absolviert, voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres wird er – zurecht stolz – sein 100. Blutspende-Jubiläum feiern.


Wie bist du damals auf das Thema Blutspenden aufmerksam geworden und kannst du dich noch an deine erste Spende erinnern?

Elmar Böhler: Meine ganze Familie war bei der Bergrettung und Feuerwehr und dadurch war ich damit immer konfrontiert. Mein Vater hat viele Jahre Blutspendeaktionen mitorganisiert und war ebenfalls ein fleißiger Spender. In unserer Familie ist soziales Engagement sehr hoch geschrieben. Außerdem ist mir während meines Studiums in Wien in der Mariahilfer Straße ein Blutspendebus untergekommen.

Ich weiß noch, vor meiner ersten Blutspende war ich sehr neugierig, wie alles abläuft, Angst hatte ich keine.


Wie kommt es, dass du solch ein fleißiger Blutspender mit mittlerweile 96 Spenden bist? 

Elmar Böhler: Blut zu spenden hat für mich einen großen geselligen Charakter, denn ich treffe viele Freunde und Bekannte. Natürlich möchte ich damit Gutes tun – es ist lebenswichtig, da es für Blut kein Ersatzmedikament gibt. Und es ist eine Gesundenuntersuchung für mich persönlich. So sind es vier bis fünf Termine im Jahr, wo mein Blut für den guten Zweck abgezapft wird. 


Viele Menschen haben ein Problem damit, Blut zu sehen. Wie sind deine Erfahrungen? 

Elmar Böhler: Mir macht es nichts aus, Blut zu sehen! So habe ich mich mit 25 Jahren zum Rettungssanitäter und in weiterer Folge zum Notfallsanitäter ausbilden lassen. Ich war 22 Jahre freiwillig in der Rotkreuz-Ortsstelle Au und aushilfsweise auch in Egg mit Einsatzgebiet im hinteren Bregenzerwald tätig. Seit gut einem halben Jahr bin ich hauptberuflich bei der Rotkreuz-Abteilung Bludenz im Einsatz. 


Hast du selbst schon einmal in einer Notsituation den Saft des Lebens benötigt?

Elmar Böhler: Glücklicherweise waren bisher weder ich noch jemand aus meiner Familie auf eine Blutspende angewiesen. Doch mir ist täglich bewusst, dass Blut nicht als Medikament hergestellt werden kann. Der Körper ist gezwungen, selbst neues Blut zu bilden. Deshalb ist die Blutspende so wichtig ist!


Konntest du andere Menschen zum Blutspenden bewegen? 

Elmar Böhler: Im Dienst beispielsweise ist es mir ein Anliegen, unsere Zivildiener dazu zu motivieren. 

Fast jede Gemeinde in Vorarlberg bietet ein- oder zweimal im Jahr Blutspendeaktionen an – ein richtig gesellschaftliches Ereignis, bei dem es eine Kleinigkeit zu essen und trinken gibt. Es ist wie eine „Blutspendefamilie“ – zu 70 Prozent trifft man die gleichen Personen. Ohne größeren Aufwand kann fast jeder Blut spenden und seine soziale Einstellung zeigen!

 

 

 

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