16.04.2018 10:48

Elfriede Schedler ist neue Landes-Jugendreferentin

Der hauptberuflichen Notfallsanitäterin und ehrenamtlichen Alberschwender Rotkreuz-Ortsstellenleiterin Elfriede Schedler ist die Jugendarbeit der Organisation eine Herzensangelegenheit. Kürzlich hat die 32-Jährige das Amt der Landes-Jugendreferentin von Petra Gebhard übernommen.

Elfriede Schedler ist neue Landes-Jugendreferentin
Elfriede Schedler inmitten der Jugendlichen und Betreuer der Jugendgruppe der RK-Ortsstelle Alberschwende.
Elfriede Schedler (re.) übernahm das Amt der Landes-Jugendreferentin von Petra Gebhard (li.).

Warum liegt dir gerade der Nachwuchs so am Herzen und seit wann beschäftigst du dich intensiver mit den Rotkreuz-Kinder- und Jugendgruppen?

 

Elfriede Schedler: Die Mitarbeit bei einer sozialen Organisation ist für die Kinder und Jugendlichen eine sehr gute Alternative zu manch anderen Freizeitaktivitäten. Sie lernen viel fürs weitere Leben und danken es oft mit einem Lächeln. Vor acht Jahren habe ich damals bei der Ortsstelle Alberschwende als Gruppenbetreuerin begonnen und dann in weiterer Folge das erfüllende Amt der Kinder- und Jugendgruppenleiterin im Ort übernommen.

 


Welche Ziele hast du dir in deiner neuen Position als Landes-Jugendreferentin für die nächsten Monate und Jahre gesetzt?


Elfriede Schedler: Ich möchte gerne die Jugendarbeit in unserem Land dorthin zurückbegleiten, wo wir vor rund zehn Jahren standen. Das heißt konkret, für die Jugendlichen mehr landesweite Aktivitäten zu bieten, wie beispielsweise ein gemeinsames Hüttenwochenende und vielleicht in zwei Jahren auch wieder einmal ein Landesjugendlager. Außerdem gilt es, die Vernetzung unter den einzelnen Dienststellen um einiges zu verstärken. Den Kinder- und Jugendbetreuern möchte ich mehr Möglichkeiten für die Aus- und Fortbildung bieten.

 


Hat das Rote Kreuz Vorarlberg Probleme, Nachwuchs zu finden? 


Elfriede Schedler: Wie fast bei allen Vereinen haben bei uns die einen Dienststellen damit größere Probleme und die anderen eher wenig. Für uns ist allerdings das größere Thema, die Kinder und Jugendlichen auch zu halten. Wir bieten in vielen Dienststellen bereits ab dem Alter von acht Jahren die Möglichkeit, dem Roten Kreuz beizutreten. Bei manchen Dienststellen gibt es leider sogar seit einigen Jahren bereits keine Kinder- oder Jugendgruppe mehr. Der Grund dafür ist, dass derzeit zum Teil nicht das nötige Interesse der jüngeren Generation vorhanden ist, oder sich oft auch keine oder zu wenige Betreuer finden. Deshalb sind wir zurzeit fast überall im Ländle auf der Suche nach Helfern in der Kinder- und Jugendbetreuung!

 


Wieviele Kinder- und Jugendgruppen des Roten Kreuzes gibt es derzeit in Vorarlberg?


Elfriede Schedler: Es gibt fast in jeder Rettungsabteilung oder Ortsstelle eine Kinder- oder Jugendgruppe, 14 Gruppen insgesamt im Land. Die gesamt rund 200 Kinder und Jugendlichen werden von insgesamt 50 Personen betreut.

 


Was sind eure Arbeitsschwerpunkte und wie gestaltet ihr die Gruppenstunden?


Elfriede Schedler: Unser hauptsächliches Ziel ist, die Kinder und Jugendlichen im Bereich der Ersten Hilfe auszubilden. Natürlich legen wir auch ein Hauptaugenmerk auf die Geschichte des Roten Kreuzes. Wir gestalten unsere Gruppenstunden sehr abwechslungsreich, immer wieder gibt es verschiedenen Themenschwerpunkte wie Blut und Blutkreislauf oder Wasser. Zudem besichtigen wir verschiedene Einrichtungen wie die Blutbank, Krankenhäuser, befreundete Blaulicht-Organisationen, etc. Unser vielfältiges Programm runden wir mit diversen Spielen ab. Uns ist es einfach wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Spaß an ihrem Hobby und beim Roten Kreuz haben!

 

 

 

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