385 Dienstjahre in der Pflege und Betreuung

Am 12. Mai 2017 war der internationale Tag der Pflege. An diesem Tag ließ der Bereich Pflege und Betreuung den langjährigen KollegInnen besondere Wertschätzung zukommen. Ausgezeichnet wurden HeimhelferInnen, PflegeassistentInnen und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, die ihr Dienstjubiläum beim Wiener Roten Kreuz feiern. Besonders eindrucksvoll: eine Kollegin wurde für nunmehr 30 Jahre Mitarbeit ausgezeichnet. Insgesamt wurden 385 verlässliche Jahre der Arbeit für die Menschen ausgezeichnet.

 

Von Danksagungen und Ehrungen

Gefeiert wurden die Jubiläen im gemütlichen Ambiente des Gasthofes „Zum Renner“. 23 KollegInnen wurden an diesem Abend für ihren treuen Einsatz bedankt. Nach einführenden Worten durch den Bereichsleiter Harald Pfertner, dankten er und die Heimhilfeleiterin Elisabeth Weilguny gemeinsam mit Betriebsrätin Gabriele Engelhart den KollegInnen. Im Mittelpunkt des Abends standen KollegInnen, die bereits seit 10, 15, 20 oder 25 Jahren im Bereich Pflege und Betreuung tätig sind. Gertrude Jeschko ist seit 30 Jahren mit Verve und Engagement dabei.

 

Im Auftrag für Menschlichkeit

Im Anschluss wurde zu Speis und Trank eingeladen. Bei traditionellen Wiener Gerichten und Gesprächen zu den Ereignissen der letzten Jahre sowie Zukunftsplänen fand der feierliche Abend einen ruhigen Ausklang. Einige KollegInnen erzählten von ihrem Weg zum Pflegeberuf, von den Freuden dieser anspruchsvollen Arbeit sowie den schönsten Erlebnissen der letzten Dienstjahre:

„Für diesen Beruf braucht man viel Liebe. Bei der ersten Begegnung haben viele Klienten Angst, dass man ihnen etwas wegnimmt. Aber jeder hat einen Punkt, der ihn begeistert und über den man Vertrauen aufbauen kann. Vor kurzem sagte einer meiner Klienten: Sie sind ein Engel, der geschickt wurde, um mich bis zum letzten Schritt zu begleiten.“

(Helga Palaschke, seit 25 Jahren Heimhelferin)

„Ich habe schon immer gerne mit Menschen gearbeitet. Besonders von älteren Menschen kann man sehr viel lernen. Das ist sehr bereichernd. Aber besonders wichtig ist die Menschlichkeit: wenn die KlientInnen zufrieden sind, dann sind wir alle zufrieden.“

(Anna Elisabeth Lansperk, seit 20 Jahren Heimhelferin und Praktikumsanleiterin)

„In Bagdad habe ich ein einjähriges Gesundheitsdiplom abgeschlossen, aber das gibt es hier nicht. Deswegen habe ich anfangs während dem Erziehen meiner Kinder beim Billa gearbeitet. Gleichzeitig habe ich Deutschkurse besucht, um meine Heimhilfeausbildung machen zu können. Das war es wert. Jede Arbeit hat ihre Schwierigkeiten. Aber hier hast du es mit Menschen zu tun, die dich in ihre Herzen schließen.“ 

(Tara Wais, seit 20 Jahren Heimhelferin)

„Das WRK ist wie eine große Familie. Dadurch macht die Arbeit Spaß. Allgemein bekommt man von der Arbeit mit Menschen viel zurück. Für mich ist die Dankbarkeit wichtig, die man erlebt. Nicht nur verbal, sondern auch durch Blickkontakt und kleine Gesten.“

(Anna Nawloka, seit 15 Jahren Pflegeassistentin)

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