10.05.2011 13:12

Autonomie bis ins hohe Alter: Geriatriekongress setzt Schwerpunkt auf Mobilität & Selbstständigkeit

Mit dem Alter(n) kompetent umgehen, aktiv Fragestellungen, Problemen aber vor allem neuen Möglichkeiten dieses Lebensabschnittes begegnen – dies ist sowohl für ältere und hochbetagte Menschen als auch für die Expertinnen und Experten im Bereich der Geriatrie ein erklärtes Ziel. Neue medizinische, wissenschaftliche und technologische Ansätze sollen Unabhängigkeit und Mobilität so lange wie möglich aufrecht erhalten und unterstützen, und Pflegeabhängigkeit möglichst verhindern oder verzögern. Dies ist eines der wesentlichen Themen des diesjährigen Geriatriekongresses von 12. bis 14. Mai im Congress Center, Messe Wien.

WRK / M. Hechenberger
Eröffnung des Geriatriekongress 2009

„Autonomie ist ein Faktor, der für junge Menschen und aktive Ältere kein Thema – weil einfach selbstverständlich – ist. Das erweist sich im höheren Alter leider oft als massiver Irrglaube“, erklärt  Primaria Dr. Katharina Pils vom Präsidium des Geriatriekongresses. „Aus verschiedenen Ursachen gehen Mobilität, Selbsthilfefähigkeit und Kompetenz verloren, bis die Konsequenz Pflegeabhängigkeit oder gar Hospitalisierung sind. So weit muss es aber nicht kommen. Der Pflegekongress leistet dabei mit seinen wissenschaftlichen Ansätzen aus verschiedenen Disziplinen einen wichtigen Beitrag.“ Der mittlerweile elfte Wiener Internationale Geriatriekongress versammelt von 12. bis 14. Mai im Congress Center der Messe Wien die Top-ExpertInnen des Bereiches, um sich über die brennenden Themen und Bedürfnisse alter und hochbetagter Menschen auszutauschen. Unter dem Leitthema „Autonomie“ werden aus Sicht von Wissenschaft und Praxis neue Erkenntnisse präsentiert, die zur Verbesserung von Kompetenz, Mobilität und Unabhängigkeit im Alter beitragen können. Aber auch die selbstständige, emanzipierte und selbstbewusste Stellung des Faches Geriatrie an sich ist ein wesentlicher Gesichtspunkt dieser interdisziplinären und vernetzten Veranstaltung.

„Die Geriatrie ist nicht nur ein Anhängsel zu allen übrigen medizinischen Fächern – sie versteht sich als interdisziplinäre und anwendbare Wissenschaft, die weit über isolierte Diagnosen hinaus ganzheitlich orientiert ist. Der Erhalt der Mitbestimmungsfähigkeit, Eigenständigkeit sowie Mobilität und damit der Erhalt der Selbsthilfefähigkeit im Alter sind ein wesentliches Ziel, dem wir uns durch eine zeitgemäße Geriatrie auf verschiedene Art annähern können“, meint Pils. „Es tut sich viel durch Technologieentwicklungen, die Funktionsdefizite ausgleichen, in der medizinischen Diagnostik und Therapie sowie auch beim Lebenslangen Lernen. Auch die Rolle der Freiwilligkeit in der Versorgung, ‚gesundes Altern‘ und vieles mehr können zur Autonomie und Teilhabe eines alten Menschen bis zur letzten Lebensphase beitragen.“ Vor diesem Hintergrund versteht sich der Geriatriekongress auch ganz bewusst als eine Plattform des multiprofessionellen und interdisziplinären Austausches. Er soll einen praxisnahen Beitrag zur emanzipierten, holistischen und lebendigen Beschäftigung mit dem Menschen im Alter darstellen. Ein Faktor, dessen Wichtigkeit durch die Entwicklung der Altersstruktur in den westlichen Industrienationen weiter anwächst.

„Neben den herausragenden Beiträgen der Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen dient unser Kongress aber auch als eine wichtige Plattform nicht nur des thematischen, sondern auch des persönlichen Austausches“, sagt die Organisatorin des Geriatriekongresses.

Weitere Informationen unter: www.geriatriekongress.at


Wien, am 10. Mai 2011


Rückfragehinweis:
Wiener Rotes Kreuz
Andreas Zenker
Tel: 0664 244 32 42


socialshareprivacy info icon