06.04.2017 14:24

Das Wiener Rote Kreuz bedankt sich bei seinen Testamentsspendern

Testamentsspenden werden immer beliebter. Jährlich unterstützen ÖsterreicherInnen gemeinnützige Organisationen mit durchschnittlich 50-55 Millionen Euro.

Das Wiener Rote Kreuz bedankt sich bei seinen Testamentsspendern
Robert Horacek (WRK) und Manfred Kumer (ÖRK)

Durch Testamentsspenden unterstützen ÖsterreicherInnen gemeinnützige Organisationen jährlich mit durchschnittlich 50-55 Millionen Euro. Dadurch wird die Arbeit von Hilfsorganisationen nachhaltig gesichert und die Zukunft kommender Generationen mitgestaltet. 

 

Testamentsspenden werden bei den ÖsterreicherInnen immer beliebter. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ auch in diesem Jahr wieder symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen im Wiener Volksgarten.

 

Jeder zehnte Spenden-Euro eine Testamentsspende

Fast 10% des gesamten Spendenaufkommens in Österreich, welches im Jahr 2016 bei insgesamt 625 Millionen Euro lag, sind bereits Testamentsspenden. Mit 50-55 Millionen Euro jährlich hat diese Form des Spendens, zugunsten gemeinnütziger Organisationen, ein beeindruckendes Niveau erreicht. Jeder 10. Spenden-Euro wird mittlerweile über Testamente gespendet. „Rund 14 Prozent der über 40-Jährigen können es sich laut Umfrage des Market-Instituts vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – und es werden erfreulicherweise immer mehr“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, erfreut. Vor allem der „gute Wille“ und die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für die wichtige Sache einzusetzen, sind für TestamentsspenderInnen die wichtigsten Motive. Oftmals besteht zudem der Wunsch, selbst zu bestimmen, was nach dem Ableben mit dem eigenen Geld geschieht. Welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte hierbei zu beachten sind, wissen jedoch viele Menschen nicht. Einige verlassen sich auf die gesetzliche Erbregelung. Lediglich 35% der über 60-jährigen ÖsterreicherInnen haben selbstständig ein Testament verfasst und nur wenige Menschen wissen, dass hierin neben Angehörigen auch gemeinnützige Organisationen bedacht werden können.

 

Nachhaltig Gutes tun

 „Mit dieser Spendenform sind ÖsterreicherInnen in der Lage, über ihr Leben hinaus Organisationen wie das Wiener Rote Kreuz zu unterstützen. Hierdurch können wir besonders dringende und wichtige Projekte umsetzen sowie ausbauen.“ betont Robert Horacek, stellvertretender Landesgeschäftsleiter des Wiener Roten Kreuzes.

 

Vielfältige Motive der Testamentsspender

Neben dem Wunsch Gutes zu tun, ist auch das Bestreben der jeweiligen gemeinnützigen Organisation ein großer Motivator für SpenderInnen. Oftmals haben sie einen persönlichen Bezug zu den Schwerpunkten der gewählten Hilfseinrichtung und wollen diese in der Zukunft nachhaltig unterstützen. Zudem ist es für SpenderInnen, welche keinen gesetzlichen Erben haben, oftmals wichtig, dass das Vermögen nicht an den Staat übergeht. Eindrucksvoll schildert die Burgschauspielerin Eva Fichte ihre Beweggründe: „Ich möchte selbst bestimmen, was mit meinem Vermögen nach meinem Tod passiert. Mit einem Vermächtnis zugunsten zweier Hilfsorganisationen kann ich mich über mein Leben hinaus für deren Ziele einsetzen!“

 

Über Vergissmeinnicht.at

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 70 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.

 

Informationen über das Wiener Rote Kreuz finden Sie unter  www.roteskreuz.at/wien/testament, dort finden Sie auch die Kontaktadresse für ein persönliches Gespräch.

 

 

 

 

 

 

 

socialshareprivacy info icon