11.04.2017 08:26

Symposium für Veranstaltungssicherheit

„Das haben wir schon immer so gemacht“ ist keine Planungsgrundlage

Symposium für Veranstaltungssicherheit
Organisator Georg Geczek
"Crowd Safety" Experte Prof. Dr. Keith Still

Das Competence Center Event Safety Management des Wiener Roten Kreuzes und die Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Niederösterreich luden am 30. März 2017 zum 3. Österreichischen Symposium für Veranstaltungssicherheit an der Donau-Universität Krems ein. Zielgruppe waren Branchenprofis, die ihre Sicherheitskompetenz erhöhen wollen.

 

„Das haben wir schon immer so gemacht“  ist der große Denkfehler im Bereich der modernen Sicherheitsplanung. Im Verhältnis zu der Anzahl durchgeführter Events kommt es vergleichsweise selten zu Unfällen, was als Anzeichen für einen gelungenen Ablauf gesehen wird. Jenes fehlende Sicherheits- und Risikobewusstsein führt jedoch oftmals zu einer mangelhaften Planung im Bereich des Eventmanagements. Hierauf lag der Schwerpunkt des 3. Österreichischen Symposiums für Veranstaltungssicherheit.

 

Um sich zu aktuellen Entwicklungen in der Sicherheitsplanung zu informieren und Erfahrungen einzubringen, versammelten sich am 30. März knapp 100 TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Bereichen der Veranstaltungsplanung. Sowohl StudentInnen des Eventmanagements, als auch Agenturen, VeranstalterInnen, EventtechnikerInnen, SicherheitsdienstleisterInnen, Einsatzorganisationen und BehördenvertreterInnen zeigten reges Interesse an diesem Thema. Ein besonderes Highlight des Symposiums stellte die Keynote eines führenden Experten im Bereich „Crowd Safety“, Prof. Dr. Keith Still von der Manchester Metropolitan University (UK), dar. Das Augenmerk lenkte er auf die systematischen Planung, die Beurteilung des zur Verfügung stehenden Platzes sowie die Ermittlung von möglichen Personenbelegungen und nutzbaren Bereichen. Weitere thematische Vertiefungen wurden von den Spezialisten Martin Bardy (Risiko- und Krisenmanagement), Wolfgang Richter (Veranstaltungshaftpflichtversicherungen) sowie Andreas Zenker (Krisen-PR) geliefert. Am Ende des ereignisreichen Nachmittages hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, im Zuge von drei Workshops ihre Kompetenzen zu vertiefen. Der Fokus lag auf der Haftung für VeranstalterInnen, den Inhalten eines Sicherheitskonzeptes und der Rolle der Blaulichtorganisationen als Partner der Sicherheitsplanung.

 

Der Organisator Georg Geczek zeigte sich mit dem Ablauf und den Ergebnissen des Symposiums sehr zufrieden. „Die hohe Teilnehmerzahl und das durchgehende Interesse bis zum Schluss der Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, dass das Thema Sicherheit zunehmend einen hohen Stellenwert in der österreichischen Event-Landschaft bekommt. Ich denke, die TeilnehmerInnen des Symposiums werden bei ihren nächsten Events bestehende Konzepte prüfen und gegebenenfalls überarbeiten, denn am Ende waren sich alle einig, dass das haben wir schon immer so gemacht‘ tatsächlich keine solide Planungsgrundlage ist.“

 

 

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