02.05.2017 08:48

Erfolgreiche Reanimation im Pavillon 35

Wer weiß wie, der traut sich auch und wer sich traut, rettet Leben.

Erfolgreiche Reanimation im Pavillon 35
Otto-Wagner-Spital/ Pavillon 35

 

 

 

Aktuelles Erste-Hilfe-Wissen ist „lebenswert“ in Not- und Unfallsituationen. Die 16-stündige Weiterbildung bietet eine umfassende Bandbreite an Hilfeleistungen: angefangen bei der Erkennung von Symptomen, bis hin zur Wundversorgung und Wiederbelebung. Es werden weitreichende Kenntnisse vermittelt, um die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken. Beim Wiener Roten Kreuz wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle MitarbeiterInnen sich im Bereich der Ersten Hilfe weiterbilden und im Ernstfall Hilfsmaßnahmen setzen können.

 

Stets aktuelles Erste-Hilfe Wissen

Im Rahmen des Winterpakets stellt das Wiener Rote Kreuz von Anfang November bis Ende April Notquartiere zur Verfügung. Eines befindet sich im Pavillon 35 des Otto-Wagner-Spitals und richtet sich an erwachsene wohnungslose Männer, die eine Notschlafstelle benötigen. Hierbei handelt es sich um nicht-anspruchsberechtigte Klienten, welche vorwiegend aus Polen, Rumänien, Ungarn und der Slowakei kommen.

 

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom neunten auf den zehnten April. Gegen elf Uhr wurden die MitarbeiterInnen des Pavillon 35 auf die Raucherterrasse hinter dem Haus gerufen. Es handelte sich um einen Notfall: ein Klient, Herr B., hatte einen epileptischen Anfall erlitten. Sogleich wurde die Rettung alarmiert und Erste Hilfe geleistet. Sie gaben Acht, dass Herr B. sich während des Anfalls nicht verletzt.

 

Als der Anfall vorüber war und die Beteiligten auf das Eintreffen der Rettungskräfte warteten, setzte die Atmung des Klienten überraschend aus. Eine Betreuerin, Dominique, begann sogleich mit der Herzdruckmassage. Nur wenige Kompressionen waren notwendig, damit Herr B. wieder Lebenszeichen zeigte und selbständig atmete. Kurz darauf setzte die Atmung jedoch ein zweites Mal aus. Nach einem erneuten Kontaktieren der Notrufzentrale, wurde Dominique telefonisch durch die nächste Herzdruckmassage geleitet. Wiederholt schaffte sie es, dass Herr B. zu atmen anfing. Als die SanitäterInnen nur kurze Zeit danach eintrafen, konnte der Klient bei Bewusstsein und mit stabiler Atmung an die Rettungskräfte übergeben werden.

 

 

Dank der Erste-Hilfe-Kenntnisse und dem schnellen Einleiten der Hilfsmaßnahmen, wurde Herr B. laut telefonischer Auskunft bereits mit einem guten gesundheitlichen Zustand aus dem Krankenhaus entlassen.dem Krankenhaus entlassen. 

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