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Michael Kühnel in seinem Haiti-Büro

Rotkreuz-Mitarbeiter Michael Kühnel berichtet aus Haiti

Der freiwillige Wiener Rotkreuz-Mitarbeiter Michael Kühnel arbeitet als Hygiene-Delegierter für einige Wochen in Haiti, das vor einem Jahr von einem verheerenden Erdbeben erschüttert wurde. Beim Wiener Roten Kreuz ist er Mitarbeiter der Bereitschaft "Water and Sanitation"

 

Michael Kühnel berichtet regelmäßig in Form eines Blogs von seinem Einsatz, Auszüge daraus werden hier wiedergegeben.

 

 

Di., 23. März 2011

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Vermutlich zum letzten mal aus Haiti schreibe ich meinen Blog. Ich hoffe er wird nicht zu melancholisch. Nachdem der letzte Eintrag sehhhr sachlich war hier mal wieder ein paar Dinge aus dem Leben eines Delegates.

 

Heute war mein letzter Programmpunkt hier in Leogane. Der World Water Day (WWD). Wie versprochen löse ich das Geheimnis … was haben wir gemacht? Wir haben bereits am Freitag in die “Ecole Lumiere de Dieux” Buntstifte und ca. A5 grosse Wassertropfen gebracht. Die Kinder hatten bis heute Zeit sie zu bemalen. Das Motto lautete ”Was ist Wasser für mich”. Die klassische Antwort ist: Wasser ist Leben. Fragt man einen Watsandler (umgangssprachlich für Water & Sanitation – WatSan-Mitarbeiter) so wird der wie aus der Pistole geschossen sagen: Wasser ist das Notfall Medikament Nummer 1. So wird man gedrillt. Die Frage, die wir aber mit den Kindern erörtern wollten: was kann Wasser alles sein? Trinken, sich waschen, Pflanzen zum wachsen bringen, … Das schöne an der Sache: es waren neben den ca. 25 Kindern zwischen 6 und 10 Jahren auch 10 Mütter gekommen.

 

Anders wie bei “Schulaufführungen” bei uns haben die Erwachsenen mitgezeichnet, Lieder zum Thema waschen, Cholera, … gesungen und waren mitten im Geschehen. Es wurden Gedichte vorgetragen und gemeinsam erarbeitet, dass Wasser auch das Meer ist und das man DAS Wasser nicht trinken kann, das Wasser auch Keime enthält, die krank machen, dass man aber mit Chlorox (lokales Chlor) Keime töten kann und das Wasser wieder trinkbar ist. Ich habe das Ski fahren rein gebracht. Wasser ist auch Schnee. Newton, unser Mitarbeiter hat gemeint, er kenne Schnee: aus dem Fernsehen, den Eiswürfeln und dem Kühlschrank. Na immerhin … Ich war wirklich sehr zufrieden. Alle haben gemeinsam überlegt, was Wasser alles ist … Auch die Kleisten waren eifrig

Zu den letzten Tagen:
Nachdem ich am Samstag wieder mal meine Kochkünste (LASAGNE Haitian Style) zeigen durfte, haben Kerstin - meine Kollegin - und ich kurzfristig beschlossen unserem Kollegen zum Purzeltag eine Karottentorte zu backen. Da wir ja schon geübt hatten ging es fast wie von allein. Mehl ... OK, Staubzucker ... brauner muss auch gehen, Margarine ... gibt es nicht, also Öl, Nüsse ... die dürfte wer gegessen haben - also ohne, Backpulver . .. lieber mehr, dass er auch auf geht, Eier ... JA, DIE haben wir, Karotten ... sind da, aber das System mit der “flotten Lotte” ging irgendwie nicht. Zu meiner Verteidigung: Kerstin hat die Karotten geschnitten - also mit der Käsereibe hats dann geklappt, Saft einer Zitrone ... ist da, leider bin ich erst drauf gekommen, als der Kuchen schon im Rohr war. Aber wer mit so viel Liebe bäckt, dem gelingt es auch. Unser Kollege war angetan von unserem Karottenkuchen - alles das in der Mittagspause.

Am Sonntag gab es Hibernation, da niemand wusste, wie die Wahl verlaufen würde noch dazu, wo am Freitag Aristide nach Haiti zurück gekehrt war. Es blieb aber äußerst ruhig. Eigentlich war gar nichts. Dafür haben am Samstag in unserem Ort wieder mal Reifen gebrannt.

Der Hintergrund dazu wurde mir folgerndermaßen erzählt:
Eine NGO (egal welche) hatte Zahltag, also haben alle Mitarbeiter ihr Geld bekommen. Eine andere benachbarte/befreundete NGO hat aber nicht gezahlt. Deshalb wurden kurzerhand die Strassen gesperrt, Reifen angezündet und demonstriert. Das interessante an der Geschichte. Die letztere NGO hat deshalb nicht gezahlt, weil bei ihr (wie immer) Zahltag erst kommenden Samstag ist. Irgendwie haben die Menschen das vergessen. Es klingt jetzt lustig, war es auch bis zu einem gewissen Grad, aber auch hier sieht man wieder, dass nur ein kleiner Anlass ohne jeglicher Grundlage die Lage eskalieren lassen kann. Dann wird ein Auto umgeworfen, Reifen abgebrannt und mit den  richtigen Leuten dabei hat man ohne ersichtlichen Grund einen Aufstand … Always take care.

Gestern gab es dann als Abschluss so ein richtiges leicht sentimentales beisammen Sitzen mit den Kollegen(+in). Ich hatte ein wirklich nettes Team und habe einige wirklich ins Herz geschlossen. Man kommt sich näher (nein nicht SO nahe), die Gespräche werden tiefgründiger.

Nachdem ich am Freitag es erstmals wirklich geschafft hatte, das English des Kollegen in halbwegs verständliches Französisch zu übersetzen, habe ich gemerkt, ja JETZT gehts, ich kann auch im Feld mitteilen, was ich will ohne 10 Hände und 15 Füsse zu Hilfe nehmen zu müssen.

Nach einem rührenden Abschied von unserem lokalen Team heute sitze ich gerade im Base Camp in Port au Prince und erledige neben dem Blog noch die letzten organisatorischen Aufgaben. Es gibt hier wirklich chillinge Ecken und rundherum wird gebaut. Auch das Camp wird, nachdem jetzt alles offiziell dem Haitianischen RC (HRC) gehört aufgerüstet. Die neue Küche ist gefliest - als ich vor 2 Monaten da war, wurde gerade mal der Estrich gemacht. Viele neue Zelte und ich konnte heute auf französisch einchecken. “aufmichselbststolzbin”.

Ich danke für die durchwegs positiven Meldungen zu meinen Blogs, danke allen LerserInnen und werde jetzt “Il dolce fa niente” hier geniessen. Ab morgen beginnt eine stressige Woche, bevor ich in 10 Tagen für 3 Monate nach Hamburg düse um dort den “Tropenkurs” zu absolvieren. Einfach für den nächsten Einsatz fortbilden. Ich werde mich noch mal melden. Ein Hinweis in eigener Sache: Bin auf der Suche nach 2 Monaten Arbeit auf einer HNO im Krankenhaus oder 3 Monaten in einer HNO Lehrpraxis. Erst dann kann ich dem RK auch als Arzt helfen… Hinweise ans RK. Danke

Als Abschluss möchte ich noch Wolfgang, meinen Kollegen der Abteilung SHELTER zitieren, woran man merkt, dass man schon länger im Einsatz ist:
“Ich merke es daran, dass ich mir denke: Die Ameisen, die beim Frühstück nicht rechtzeitig aus meinem Müsli verschwinden haben einfach Pech gehabt. Sie werden mitgegessen.” MAHLZEIT und a bientot

 

So., 20. März 2011

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Mit diesem mittlerweile legendären Zitat möchte ich meinen Angekündigten Rückblick auf  fast 7 Wochen Haiti beginnen.

Bisher konntet Ihr Heiteres, Ernstes, Wirkliches, Erträumtes und auch manches zum Schmunzeln lesen. Was habe ich hier tatsächlich weiter gebracht? Hab ich ausser zu bloggen auch sinnvolles gemacht oder gar Leben gerettet?

Nein, ich habe keine Leben gerettet. Klingt jetzt für einen Arzt nicht wirklich ermutigend. Ich bin aber auch nie müde geworden zu betonen, dass ich hier nicht als Arzt gearbeitet habe. Ich war HP (hygiene promotion) Experte mit medizinischem Background. DAS ist ein großer Unterschied. meine Arbeit war von allem Anfang an nicht PatientInnen zu betreuen, sie gar zu versorgen oder zu retten. Dafür gibt es MSF (Ärzte ohne Grenzen) oder andere NGOs (die Abkürzung hatten wir schon). Meine Arbeit kann man nicht messen.

 

Durch meine Arbeit haben nicht nachweislich 500 Menchen keine Cholera bekommen. Das ist das Problem auch mit Public Health. Nach Nichtraucherkampagnen kann man nicht sagen: dadurch haben wir 600 Nichtraucher mehr - also potentiell 15 Fälle weniger an Lungenkrebs. Wäre cool, geht aber nicht.

Also ich werde mal einen groben Überblick geben. Nicht alles war erfolgreich, manches auch etwas weniger..

  • Zunächst mal habe ich versucht, mein Team und auch die Volunteers mit Material zu versorgen. Nicht nur Chlor, Plakate, usw… auch zum Beispiel Picture Cards (also Karten mit Bildern, die den Weg der Verunreinigung von Wasser und Lebensmitteln abbildet). Ich hatte ein Reservoir an viiiiielen Karten, aber trotzdem stellt jeder sein eigenes Kartenset zusammen - je nach Ziel. Schummelzettel für mein Team, Cholera Info Zettel,… Auch hier: man sitzt den ganzen Tag vorm Computer, hat nicht den Eindruck, etwas sinnvolles weiter zu bringen, aber es ist eine Arbeit, die gemacht werden muss.
  • Wir haben unsere community volunteers mit Trainings unterstützt, diese geschult, mit Material unterstützt und so versucht Menschen zu motivieren, ihre wertvolle Arbeit zu leisten. Es geht hierbei um Hausbesuche in ihren communities, Schulungen - einfach Verbreitung der Infos zum Thema Cholera und ihre Prävention (Stichwort Picture Cards weiter oben). Dazu muss man sagen, dass es in unserer Region noch immer wieder mal Cholerafälle gibt, die Zahl aber stetig ab nimmt.
    Nicht alles ist unserer Arbeit zu verdanken, aber täglich durchschnittlich 20.000 (in Worten zwanzigtausend) Liter gechlortes und damit sicheres Wasser, die in den communities behandelt werden, sind ein wichtiger Teil der Arbeit.
  • Zur weiteren Unterstützung, Entwicklung neuer Ideen, Fragen,.. usw. fanden und finden immer wieder Meetings mit den Freiwilligen der communities statt. Ich habe darüber berichtet
  • Nachem der Bau der Shelter und damit der Latrinen beginnt, haben wir auch hier im Rahmen des Latrinenbaus eine Hygieneschulung geplant und implementiert um hier nochmals die Wichtigkeit  einer sauberen Latrine, des Händewaschens,.. zu betonen und diese den Menschen im Gedächtnis zu halten. Weniger Gefahr von Cholera, erhöhter Lebensstandard
  • Wir haben versucht, in 8 Schulen Händesdesinfektion zu zeigen und die Schulen mit Chlor zu versorgen. Dies hat halb funktioniert. Leider oder zum Glück, das sei dahin gestellt, hat letzte Woche eine andere NGO in unserem Distrikt begonnen, an insgesamt über 30 Schulen- unter anderem auch dem Großteil unserer - Seifen, Kübel, Chlor… zu verteilen. Ausserdem haben sie ein nettes Programm auf die Beine gestellt, um ältere Schüler quasi als “Big Brothers / Sisters” zu trainieren. Nicht im Sinne von Überwachung, sondern als gutes Vorbild für die Kleinen. Nachdem das Budget grösser ist bzw. die NGO sich auf Schulen spezialisiert hat, konnten wir nach Rücksprache die Versorgung auch unserer restlichen Schulen sicher stellen. Es ist einfach nötig, um Doppelgleisigkeiten und evt. unterschiedliche Chlormengen zu vermeiden.  Das passiert leider ab und zu, wenn so etwas ohne Rücksprache durchgeführt wird


Ihr werdet Euch jetzt fragen, warum man unterschiedliche Chlormengen nehmen kann? Es geht hier um unterschiedliche Bedürfnisse: wir forcierten die Desinfektion. Wobei Chlorwasser und Seife einander in der Wirkung weitgehend aufheben (Chlor wirkt als Säure, Seife als Base). Deshalb propagiert die andere Organisation nur die Desinfektion von Wasser, die mit weniger Chlor einher geht. Hier wird aber das Händewaschen mit diesem Wasser und Seife empfohlen. Langer Rede kurzer Sinn: Zu viele Köche verderben den Brei.

Ich verbuche dies unter: netter Versuch, leider nicht ganz geklappt. Das wichtigste: den Schulen wird weiter geholfen - ist ja egal von wem.

Dafür haben wir einer Schule, Lumiere de Dieux, vermutlich einer der ärmsten Schulen auf der Latrinen - Prioritätenliste ganz nach oben gesetzt. Da sollte sich bald etwas tun. Warum wir nicht mehr tun? Altes Problem: ohne entsprechende Unterlagen wie Urkunde über das Eigentum des Grundes, offizielle Berechtigung,… also alles um beim Aufbau zu helfen sind uns die Hände gebunden. Ich hoffe, sie haben bald alles zusammen. Latrinen sind
schnell gebaut, im Notfall aber auch schnell wieder zugeschüttet, falls es Probleme mit dem Eigentümer gibt. Ganz so bürokratisch wollen wir nicht sein, auch wenn man von manchen Dingen leider nicht absehen kann.

Um die Schule auch ein bisschen zu unterstützen, werden wir den Weltwasser- tag dort auch feiern. Dies führt uns zum nächsten Punkt

  • WWD: ich verbuche das mal als Erfolg, auch wenn er erst in 3 Tagen statt findet. Sollte es keine Hibernation (Ausgangssperre) geben - Morgen sind Wahlen und keiner weiss, wie es danach im Land aussieht - wird der Tag wie geplant statt finden. Das Material ist zumindest schon in der Schule. Ich denke, dass jedem die Bedeutung von Wasser in jeder Form bewusst sein sollte. Von Lebensspender bis zum Todbringer ist hier alles möglich. DAS wollen wir den Kindern näher bringen und die Wichtigkeit, auf Wasser zu achten, weil es sehr wertvoll ist.
  • Nicht zu vergessen die Meetings, die Treffen mit anderen NGOs, 108.351 Berichte schreiben, Kontakt zum Chef, nach Wien, was auch immer halten. Ja, da kam einiges zusammen.


Für mich war es eine grosse Erfahrung, ich durfte viel lernen, durfte Wissen anwenden, Menschen, Freunde kennen lernen und meinen Durst nach neuen “Zivilisationen”  stillen. Es ist immer schön, neue Länder, Menschen zu entecken, sich an die jeweiligen Gepflogenheiten zu gewöhnen und sich anzupassen versuchen.

Nein, das ist nicht mein letzter Block. Dies ist nur meine Zusammenfassung. Ich werde mich nochmals melden: das Geheimnis des WWD wird noch gelöst. Keine Angst.

Ich hoffe, anders als in der Politik, das dies eine Ausreichende Erklärung auf die Frage war: WAS WAR EIGENTLICH MEI LEISTUNG?

Somit werde ich nun meinen letzten Samstag Abend in unserem Haus in Leogane verbringen. A bientot.

 

 

Di., 15. März 2011

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Aufbau unserer Luxuslatrine

... the Show must go on ....

Einen schönen Abend nach Österreich. Ich habe sehr lange überlegt, ob ich angesichts der dramatischen Ereignisse in Japan weiter posten soll, wie bisher, ob überhaupt?!

Und ich bin, wie die Überschrift schon sagt, zu einem positiven Ergebnis gekommen. Auch wenn es momentan viele Schauplätze gibt (Japan, Lybien, Ägypten,…) so hat doch auch Haiti das Recht weiter auf der Homepage präsent zu sein. Ungeachtet allen Katastrophen gibt es auch hier weiterhin Menschen, denen zu helfen wir hier her gekommen sind. Zunächst mal,JA, meinen japanischen Kolleginnen respektive ihren Familien in Japan geht es (mit Stand Sonntag abend) gut. Das mag jetzt trivial klingen angesichts des Ausmaß an Zerstörung und Problemen. Aber wie war es mit dem Tsunami 2004? Waren wir nicht alle MEHR betroffen, weil es auch Österreicher, Deutsche, Europäer was auch immer erwischt hat?

 

Jeder kennt doch irgendwen, der zumindest wen kennt der auch dort war und gut raus gekommen ist oder leider aber nicht….  Das Gefühl: ich oder meine Familie könnten in Thailand gewesen sein zu der Zeit- macht uns mehr betroffen als sonst. Seht Ihr, so geht es mir. Wenn es Kolleginnen betrifft, mit denen man arbeitet, freut man sich auch schon über so kleine Dinge, wie das es (zumindest) IHREN Familien gut geht. Eine Kollegin, die am Samstag (!) nach 6 Monaten hier heim geflogen ist, sitzt wohl auf in New York fest und muss warten, bis sie wieder heim kann.

Doch genug davon, ich möchte von Haiti erzählen.

Ich möchte erzählen, dass sich etwas tut, dass die erste Probelatrine, die den Leuten zeigen soll, was sie für Ihre Hilfe bei unserer Arbeit bekommen, fertig ist. Diese ist, wie man auf dem Foto sieht, ohne Loch also wirklich quasi ein Ausstellungsstück.

Wir wollen den Menschen helfen, trotzdem müssen die Beneficiaries (= englisch: Begünstigter) ihren Teil dazu beitragen. Einfach, um später auch stolz zu sein, dass man beim Bau seiner eigenen Latrine  helfen kann. Diese Eigenleistung besteht zum Beispiel aus dem Graben des Loches. Hier habe ich schon einmal erzählt, dass es nicht immer einfach ist, da der Grundwasserspiegel oft sehr hoch ist und demntsprechend nicht überall gebuddelt werden kann. Beim Bau hilft dann ein “Baumeister”, auch das meiste Baumaterial und das Werkzeug werden von uns zur Verfügung gestellt. 

 

Jetzt liegt es an den Beneficiaries, unser Kunstwerk zu begutachten, positiv zu bewerten und auch so ein Luxusteil haben zu wollen. Anschliessend ist es (zumindest theoretisch) möglich, innerhalb von 2 Tagen sein eigenes WC zu haben. Auf jeden Fall besser, als hinter die Palme zu gehen.

Auch um der Frage vorzubeugen: Nein, es gibt sie nicht, die perfekte Latrine. Sonst wäre ich sicher nicht hier, sondern hätte mich mit dem Patentverkauf auf einer netten kleinen Insel zur Ruhe gesetzt und Microsoft übernommen oder sowas in der Art. Deshalb, wird in jedem Einsatz (bis auf ein Grundgerüst/ Prinzip) die Latrine quasi neu erfunden. Es ist ein interessantes Phänomen, welches von Entwicklungspsychologen noch nicht näher studiert werden konnte aber sicher einige Dissertationsthemen liefern würde. Ein Grund ist neben den unterschiedlichen Bedürfnissen zB auch die unterschiedliche Verfügbarkeit von Materialien usw…

Um die Spannung bezüglich dem World Water Day weiter aufrecht zu erhalten: Heute ist das langersehnte Material endlich eingetroffen. Wir werden also, so nichts dazwischen kommt, unser Vorhaben umsetzen können. Für alle, die es gar nicht mehr aushalten vor lauter Spannung: einfach mal auf die Homepage des WWD schauen. Unser Event ist in der Liste der Veranstaltungen aufgenommen.

Auch die Arbeit am Infomaterial für die Malaria geht voran. Step by step. es sind mehrere Fronten, an denen gleichzeitig gearbeitet wird. Es gilt den Überblick zu bewahren um nicht die Arbeit doppelt zu machen.

Leider geht es bald dem Ende entgegen. Beim nächsten Mal werde ich mal Resume ziehen. eine durchaus positives- so viel sei mal verraten.

Bis dahin gehen meine Wünsche an die Brennpunkte dieser Welt. Zum Zeitpunkt als ich dies schreibe, ist der 3. Reaktor explodiert. Alles alles Gute

 

 

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