Mitarbeit und Ausbildung im FMD

Prinzipiell sind die Voraussetzungen für eine Mitarbeit im Fernmeldedienst des Roten Kreuzes dieselben wie in jedem Teilbereich: Interesse und Begeisterung.

Aufgrund der hohen Spezialisierung der Bereitschaft gibt es allerdings besondere Anforderungen an die Mitarbeiter, die sich je nach Teilbereich unterscheiden. Als Grundvoraussetzungen können technisches Grundverständnis, Freude an mobiler Kommunikation und Problemlösungskompetenz gelten.

Kurzwelle-Amateurfunk (KW/AFU)

Nach Absolvierung des KHD-Startmoduls ist eine Mitarbeit möglich, wenn "es funkt" und das Team zusammpasst - gerade in einem sehr kleinen Team sind hundertprozentige Zusammenarbeit und größtmögliche Übereinstimmung für bestmögliche Leistung notwendig.

 

Um tätig werden zu können, ist der Besitz einer gültigen Amateurfunklizenz der CEPT-Klassen 1 oder 4 notwendig. Dies ist aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen im Kurzwellenfunkbereich notwendig. Daher finden in unregelmäßigen Abständen und in Kooperation mit dem Österreichischen Versuchssenderverband Kurse statt, die mit der staatlichen Amateurfunkprüfung enden.

 

Danach stehen regelmäßige Fortbildungen und Übungen am Programm, um für alle Eventualitäten und Herausforderungen - stationär und mobil - gerüstet zu sein. Dazu zählt etwa die Teilnahme an der einmal monatlich stattfindenden, österreichweiten Not- und Katastrophenfunkübung des Roten Kreuzes, die Implementierung neuer Systeme wie z.B. digitaler Betriebsarten (PACTOR) oder den regelmäßigen Betrieb der Amateurfunkstation OE1XRK, um mit Funkamateuren aus aller Welt in Kontakt zu treten. All diese Fertigkeiten sind notwendig, um jederzeit mit den vorhandenen Mitteln Verbindungen herstellen zu können - ein komplexe und herausfordernde, aber auch sehr lohnende Aufgabe.

Einsatzsupport

Ganz klar: man kann nur einen Bereich unterstützen, den man auch gut kennt. Von daher können in der Mobilen Leitstelle und anderen Funktionen des Bereiches SDS nur Mitarbeiter aufgenommen werden, welche selbst im Sanitätsdienst tätig sind, also zumindest die Ausbildung zum Rettungssanitäter abgeschlossen haben. Auch und besonders das Ambulanzwesen muss in überdurchschnittlichem Maße vertraut sein.

Denn im Einsatzfall muss es schnell gehen, für erklärende Rückfragen ist keine Zeit, wenn man als verantwortlicher Disponent agiert.

Aber das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass der Bereich auf eine explizite theoretische Ausbildung verzichten kann - denn wenn die Grundlagen bereits bekannt sind, so kann die Einarbeitung in die Tätigkeit als Training on the Job erfolgen.

Der Mitarbeiter beginnt dabei mit einem oder mehreren Schnupperdiensten, wo festgestellt werden kann, ob diese Tätigkeit das Richtige ist - denn die Tätigkeit muss nicht nur gefallen, es muss auch eine Eignung vorhanden sein und man selbst ins Team passen.

Wenn das Ergebnis ja lautet, dann auf in den Einsatz! Zunächst werden Aufgaben mit geringerer Verantwortung absolviert, um die Beobachtungsphase möglichst produktiv gestalten zu können. Mit zunehmender Erfahrung wird man danach zunehmend einerseits verantwortungsvollere Tätigkeiten in zunehmend anspruchsvolleren Einsätzen übernehmen, um schließlich als Disponent auch in stressigen Operationen den Überblick behalten zu können. Parallel dazu wird eine Führungskräfteausbildung stattfinden - jeder Mitarbeiter des Fachbereiches sollte zumindest zum Gruppen-, besser zum Zugskommandanten qualifiziert sein. Nach genügend Einsatzjahren ist schließlich auch die Offiziersausbildung und die Übernahme der Verantwortung über die gesamte MLS möglich - man ist Kommandant MLS.

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