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Die Bereitschaft Fernmeldedienst betreibt Kurzwellenfunkstationen, welche sowohl stationär als auch mobil eingesetzt werden können, um den Ausfall kritischer überregionaler Kommunikationsmittel kompensieren zu können.

Das Hauptaugenmerk liegt auf Verbindungen innerhalb Österreichs zu den anderen Rot-Kreuz-Landesverbänden, Einsatzorganisationen und Behörden, aber auch die Mitwirkung am Not- und Katastrophenfunknetz der Funkamateure. Im Ernstfall kann so ganz Österreich sowie jedes Land der Erde völlig autark und netzunabhängig erreicht werden.

 

Betreut wird die Funkstation von der Gruppe KW/AFU. Um als Operator tätig sein zu können, ist gemäß Fernmeldegesetz die staatliche Amateurfunkprüfung erforderlich, idealerweise in der Klasse I. Dazu findet in unregelmäßigen Abständen ein spezieller Kurs in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Versuchssenderverband statt.

Aktivitäten

Die hochkomplexe Technik des Kurzwellenfunks erfordert stete Weiterbildung und Übung. Um somit die Kenntnisse der Operators zu fördern, werden in unregelmäßigen Abständen Betriebssessions veranstaltet, bei denen als Amateurfunkstation OE1XRK bzw. als Staatsfunkstelle Funkverbindungen hergestellt werden. Dabei müssen viele Faktoren beachtet werden: die technischen Elemente wie Transciever oder Antenne müssen optimal ausgenutzt werden, wobei sowohl gesetzliche Vorgaben, Tageszeit, Sonnenwind oder atmosphärische Bedingungen eine Rolle spielen.

Derzeit ist die Gruppe auf sämtlichen SSB-Amateurfunkbändern von der Grenze zur Mittelwelle bis zur Ultrakurzwelle aktiv. Dies wird mithilfe der  Amateurfunkwebsite qrz.com dokumentiert, wo (für angemeldete Mitglieder) auch die meisten der hergestellten Verbindungen dargestellt werden.

 

Um auch jenseits des Sprechfunks etwa in digitalen Betriebsarten tätig werden zu können, aktualisiert die Gruppe KW/AFU laufend die Sende- und Empfangsausrüstung. Auch die Antennenanlage wird weiter optimiert, indem etwa weitere Antennen installiert werden, um den oberen Bereich des möglichen Frequenzspektrums zu erweitern. Die ersten Schritte im Bereich PACTOR sind bereits getan; bei den monatlichen Not-und Katastrophenfunkübungen wird bereits erfolgreich digital kommuniziert.

 

Selbstverständlich ist auch ein mobiler Einsatz der Anlage möglich. Dazu existiert neben flexiblen Masten und Antennen auch ein FMD-Anhänger, der 2011 den aktuellen Einsatzbedingungen angepasst wurde.

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