Kongruente Beziehungspflege

Die Kongruente Beziehungspflege wurde erstmals 1992 formuliert und im Jahr 1997 veröffentlicht. Seitdem hat sich das Modell einer professionellen Beziehungsarbeit wesentlich weiter entwickelt. Wurde das Modell früher nur im psychiatrischen Bereich angewandt, so hat es heute in vielen Altenhilfeeinrichtungen und auch in somatischen Kliniken Einzug gehalten.

Die theoretischen Grundlagen stützten sich auf die Santiago Theorie, auch Konstruktivismus genannt, im Sinne von U. Maturana und F. Varela (Maturana und Varela, 1987), der Psychodynamik des menschlichen Zuwendungsprozesses von J. Watson und neuen wissenschaftlichen neurobiologischen Erkenntnissen (Joachim Bauer).

 

Warum wirkt die Kongruente Beziehungspflege?

Eine Antwort darauf können die Forschungsergebnisse der neurobiologischen Forschung der letzten Jahre geben. Sie stellen den Menschen als eine Einheit von Biologie und Psyche dar. Biologie und Psyche sind dabei keine eigenen Einheiten, die sich bedingen, sondern tatsächlich eine Einheit. Die Pflege hat im leitenden Konzept der Ganzheitlichkeit diese Trennung von Körper und Geist schon immer überwinden wollen. Die wichtigen pflegerelevanten Signale kommen aus der Umwelt und hier vor allem dem sozialen Bereich, d.h. wenn Menschen aufeinander treffen.

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