Interview mit Konsul Prof. Schäfer-Elmayer

Herr Prof. Elmayer, Sie sind seit 2013 Konsul des Wiener Roten Kreuzes. Was hat Sie dazu bewogen und was bedeutet Ihnen das Wiener Rote Kreuz?

 

Begonnen hat die Zusammenarbeit mit dem Wiener Roten Kreuz (WRK) anlässlich des ersten Wiener Rotkreuz Balles. Da habe ich mit großer Freude und mit Stolz die tänzerische Leitung übernommen. Im Jahr 2013 wurde ich dann eingeladen Konsul zu werden. Der Landesgeschäftsleiter  des WRK Alexander Lang hat bei der Ernennung vom „Botschafter der Menschlichkeit“ gesprochen. Dieser Gedanke gefällt mir sehr gut, die Botschafter sind aber die vielen hauptberuflichen und freiwilligen MitarbeiterInnen des Wiener Roten Kreuzes, die tagtäglich mit ihrer Liebe zu den Menschen helfen. Als Konsul trage ich diese Leistungen sehr gerne in mein Netzwerk, spreche ich gerne über die Arbeit des Wiener Roten Kreuzes und hoffe, dass ich damit den einen oder anderen infizieren kann, der wiederum sein Netzwerk, seine Kontakte nutzt.

 

 

Am 9. Februar fand das bereits 96. Elmayer-Kränzchen in der Wiener Hofburg statt. 3.000 Gäste kamen zum traditionellen Fest des Tanzes. Heuer spendeten Sie € 10.000 an die Flüchtlingshilfe des Wiener Roten Kreuzes, zur Betreuung von jugendlichen Flüchtlingen. Gibt es ein spezielles Integrationsprojekt, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

 

Mich beeindruckt wie rasch die Flüchtlingsbetreuung des Wiener Roten Kreuzes im vergangenen Jahr mehrere Gebäude für die vielen Menschen auf der Flucht adaptiert hat und daraus Flüchtlingsquartiere entstehen ließ. Seit einigen Monaten betreuen die WRK-KollegInnen zwischen 1.400 und 2.000 Flüchtlinge. In Zusammenarbeit mit vielen freiwilligen HelferInnen wurden in den Quartieren Deutschkurse organisiert und viele Kinder und Jugendliche in die Schulen vermittelt. Der Erwerb der deutschen Sprache und die Einbindung in das Bildungsangebot, das müssen die vorrangigen Integrationsmaßnahmen sein.

 

 

Seit Mitte Jänner, bis Ende Juni 2016, nimmt unsere Rotkreuz Jugend an einem Tanzkurs der Tanzschule Elmayer teil und bekommt so die Möglichkeit in eine für sie neue Welt einzutauchen. Wie stehen Sie zum freiwilligen Engagement der österreichischen Jugend?

 

Mit Bezug auf die vorige Frage: Wenn Jugendliche andere Jugendliche zum Beispiel bei der Integration begleiten oder Menschen in schwierigen Situationen unterstützen, dann hat dies ein ganz besondere Dynamik. Das ist ein sehr stimmiges Bild für mich. Wenn wir dann dazu beitragen können, dass die jugendlichen HelferInnen bei einem Tanzkurs Ausgleich finden, dann freut mich das ganz besonders. Ich bin sehr froh darüber, dass dieses Angebot so gut angenommen wird. 

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