Rotkreuz-Hilfe in Aleppo

Situation in Aleppo

Aus dem Osten Aleppos versuchen tausende Menschen vor den intensiven Kämpfen zu fliehen. Viele haben bei dem Versuch, den unter Dauerbeschuss stehenden Stadtteil zu verlassen, Familienangehörige verloren. Die Menschen sind traumatisiert und erschöpft, wie Rotkreuz-Mitarbeiter aus Aleppo berichten. "Die Menschen harrten oft tagelang in Verstecken aus, ohne Tageslicht, Strom, Wasser oder Essen, bevor eine Flucht möglich war."

 

Der Syrisch Arabische Rote Halbmond versucht gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz zu helfen und ein Mindestmaß an Humanität und Schutz der Zivilbevölkerung zu erreichen.

 

Seit November hat der Kampf um Ost-Aleppo Zehntausende in die Flucht gezwungen. Alleine am 8. Dezember sind 11.000 Zivilisten - darunter etwa 4.000 Kinder aus dem Osten der Stadt Richtung Westen geflohen.

 

Mit den steigenden Zahlen der Flüchtenden wächst auch der Bedarf an Unterkünften. Die existierenden Notunterkünfte wie die im Video zu sehende ehemalige Baumwollfabrik in Mahalej sind völlig überfüllt und überfordert mit weiteren Ankommenden. Viele Menschen sind der Kälte ausgeliefert und müssen ohne adäquate Sanitäreinrichtungen auskommen. In den Unterkünften versorgt das Rote Kreuz sogut möglich die Menschen mit Essen, Wasser und Medizin. Drei mobile Kliniken sind in Mahalej im Einsatz. In einer weiteren Notunterkunft in Jibreen gibt das Rote Kreuz 6.500 heiße Mahlzeiten täglich aus.

 

Im umkämpften Osten geht auch der Treibstoff für Generatoren zur Neige. Die Folge ist, dass damit auch die beiden noch offenen Spitäler ohne Stromversorgung sind. Darunter leiden auch Lebensmittelerzeuger wie Bäckereien. Auch Heizungen funktionieren deshalb nicht mehr. "Es gibt praktisch keine medizinische Versorgung im Osten der Stadt mehr", warnt das IKRK.

 

 

 

Bilder aus Aleppo

socialshareprivacy info icon