03.12.2007 10:51

Rotes Kreuz: Stopp dem tödlichen Vermächtnis!

Erfolgreiche Bilanz im Verbot von Antipersonenminen und Streumunition am zehnten Jahrestag der Ottawa Konvention

Wien (Rotes Kreuz) - Am 3. Dezember jährt sich die Ottawa

Konvention zum 10. Mal. "156 Staaten haben bis heute das
Übereinkommen über das Verbot von Antipersonenminen unterschrieben,
42 Millionen Antipersonenminen wurden bisher vernichtet", zieht
Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes
die erfreuliche Bilanz. Zu tun bleibt dennoch viel: "39 Staaten
müssen das Übereinkommen noch ratifizieren und in Folge die
langfristigen Verpflichtungen gegenüber den Opfern von Landminen
einhalten", so Wolfgang Kopetzky.

Das Rote Kreuz hilft den Betroffenen durch Nothilfe-, Langzeitpflege-
und Rehabilitationsprogramme. So erreichte die orthopädische Klinik
des Roten Kreuzes in Afghanistan rund 80.000 behinderte Menschen, die
Hälfte davon musste durch eine Amputation behandelt werden.
Eine wesentliche Komponente der Hilfe ist allem voran Aufklärung,
Information und Anwaltschaft bei Regierungen und kriegsführenden
Parteien. "Antipersonenminen und Streumunition sind ein lösbares
Problem, das viele Menschen dieser Welt betrifft", so der
Rotkreuz-Generalsekretär und begrüßt in diesem Zusammenhang den
Gesetzesentwurf zum Verbot von Streumunition, der demnächst im
österreichischen Nationalrat beschlossen wird. Das Gesetz wird die
Entwicklung, die Herstellung, die Beschaffung, den Verkauf, die Ein-,
Aus- und Durchfuhr, den Besitz und den Gebrauch von Streumunition
verbieten.

Die Tragik von Antipersonenminen und Streumunition sei, so Kopetzky,
dass "diese Waffen töten, lange nachdem der Krieg vorbei ist".
Betroffen sind zumeist Zivilisten, allem voran Kinder, die beim
Spielen, beim Wasserholen oder auf dem Schulweg getötet oder schwer
verletzt werden. Dieses Engagement setzt die lange Tradition des
Roten Kreuzes im Bereich des humanitären Völkerrechtes fort. Das
humanitäre Völkerrecht verbietet Waffen, die unterschiedslos Soldaten
und Zivilisten treffen.

Lesen Sie weiteres zum Thema "Streumunition" im
factbook.roteskreuz.at

Rückfragehinweis:


ÖRK-Pressestelle
Mag. Andrea Winter
Tel: 01/58 900-153
Mobil: 0664/823 48 54
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