26.06.2008 09:40

Rotes Kreuz: Gesetzesnovelle hebt Altersgrenze für Blutspenden auf

Bundesministerin Kdolsky mit Werner Kerschbaum

Wien (Rotes Kreuz). „Über diese Änderung haben sich tausende ältere Spenderinnen und Spender wirklich sehr gefreut“, sagt Werner Kerschbaum, stv. Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, über die Aufhebung der Altersgrenze für Blutspender. Seit 20. Juni 2008 ist die Geburtsurkunde kein Ausschließungsgrund für die lebenswichtige Spende, zumindest nach oben hin.

 

Dank für die Initiative, Blutspenden künftig zu erleichtern, gilt Bundesministerin Andrea Kdolsky. „Das ist ein wichtiger Schritt, um die flächendeckende Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit sicheren Blutprodukten zu gewährleisten“, kommentiert die Bundesministerin die Novelle BGBl. Nr. 217/Teil2/2008.

 

„Gerade zur bevorstehenden Reise- und Urlaubszeit, in der wir erfahrungsgemäß einen  Spenderrückgang beobachten, kommt die Aufhebung der Altersgrenze zum besten Zeitpunkt“, so Kerschbaum.

 

„Das Alter wird heute nicht mehr nach dem Geburtsdatum, sondern nach dem körperlichen, psychischen und sozialen Status beurteilt. Die neue gesetzliche Regelung nimmt diesen Trend auf. Dennoch muss besonders bei älteren Blutspendern die nötige Sorgfalt gewahrt werden – sie dürfen selbst nicht durch den Blutverlust gefährdet werden“, erklärt Primaria Dr. Katharina Pils, Chefärztin des Österreichischen Roten Kreuzes. „Eine verpflichtende ärztliche Untersuchung vor der Blutspende gibt die notwendige Sicherheit. Die Individualisierung der Spendenfähigkeit unabhängig vom Alter ist ein richtiges Zeichen gegen die Altersdiskriminierung.“

 

Alle Informationen rund um die Blutspende finden Sie unter www.blut.at
 

 

 

Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-153
Mobil: +43 664 823 48 54
E-Mail: andrea.winter(at)roteskreuz.at

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