17.08.2010 15:51

Pakistan: Facebook-Aktion soll Aufmerksamkeit generieren

Millionen Betroffene, zu wenig Mittel für die Hilfe.

Profilfoto für Facebook-Userinnen

Schon seit der letzten Juliwoche legen Überflutungen durch ungewöhnlich heftige Monsunregen Pakistan lahm, machten bis zu 20 Mio. Menschen obdachlos und forderten bisher 1.300 Todesopfer. Sie zerstörten Ernten und Lebensmittel und setzten eine Fläche der Größe Italiens unter Wasser. Hungersnöte und Seuchen drohen, und noch immer regnet es. Als "genauso folgenschwer wie das Erdbeben in Haiti" bezeichnete UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die Not des Landes. Doch selbst die sonst schnellen sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Co. haben das Thema bisher kaum wahrgenommen. Tragisch ist das deshalb, da das Internet längst die Spendenbereitschaft mitbestimmt. Das Österreichische Rote Kreuz versucht nun, auch über Facebook zusätzliche Aufmerksamkeit zu generieren.

 

Für die Menschen in Katastrophengebieten ist weltweite Aufmerksamkeit eine Überlebensfrage, für Hilfsorganisationen eine Grundvoraussetzung der Arbeit. "Eine Katastrophe, die Medienkriterien nicht erfüllt, ist eine vergessene Katastrophe", schreibt Richard Munz, ein jüngst in Haiti verstorbener Rotkreuz-Notarzt, im Buch "Im Zentrum der Katastrophe". Bei derartigen Ereignissen wolle man dringend Hilfseinsätze durchführen, es fehle aber an Spendengeldern zur Finanzierung aller nötigen Hilfsoperationen.

 

„Für uns ein Grund, eigene Aktionen in den Sozialen Medien zu setzen“, erklärt Gerald Czech, Rotkreuz-Webmaster und Socialmedia-Experte. „Wir rufen alle Facebook-User auf, ihr Profilbild zu verändern und damit auf die Katastrophe aufmerksam zu machen. Profilbilder gibt es auf der Rotkreuz-Facebook-Seite: www.facebook.com/roteskreuzat.“, erklärt der Facebook-Profi die Idee.

(zum Teil Quelle:pte)

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