28.11.2011 10:46

Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung verabschiedet Resolution für totalen weltweiten Bann von Atomwaffen

Rotes Kreuz erfreut über die Beibehaltung des Streubombenverbots

Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung verabschiedet Resolution für totalen weltweiten Bann von Atomwaffen

Wien, Genf (Rotes Kreuz) - „Ein starkes Zeichen der internationalen Rotkreuz-Bewegung für eine humanitäre Welt“, so die heutige Erfolgsmeldung von Rotkreuz-Generalsekretär Dr. Wolfgang Kopetzky, der die Österreich-Delegation der internationalen Rotkreuz-Konferenz in Genf leitet.

 

 

2008 hatten sich insgesamt 111 Staaten durch die Streumunition-Verbotskonvention, der sogenannten Oslo-Konvention, dem gemeinsamen Ziel verpflichtet, diese Waffe, welche nicht zwischen militärischen Zielen und der Zivilbevölkerung unterscheidet und auch noch Jahrzehnte nach Ende von Konflikten unschuldige Opfer fordert, weltweit zu verbieten.

 

"Das Rote Kreuz ist laufend Zeuge der schrecklichen Folgen, die Streumunition für die Zivilbevölkerung hat“, so Kopetzky. „Zum ersten Mal hätten die Staaten einen Vertrag über das humanitäre Völkerrecht beschlossen, der weniger Schutz für die Zivilbevölkerung vorsieht, als dies bereits durch das geltende Recht geschieht“. Die Beibehaltung des Streubombenverbots sei ein großer Erfolg für die Menschlichkeit, so der Generalsekretär.

 

Gleichzeit hat die Internationale Rotkreuz-Bewegung heute eine Resolution gegen Atomwaffen verabschiedet.

 

„Kernwaffen und nuklearer Krieg sind die wohl größte Bedrohung für unseren Planeten. Dagegen müssen wir uns aussprechen. Wir wollen deutlich machen, dass Kernwaffen nie mehr wieder eingesetzt werden dürfen“, führt Kopetzky aus.

 

Der Beschluss ist unter anderem auf Initiative des Österreichischen Roten Kreuzes entstanden, das diesen Antrag von Anfang an stark unterstützt hat. Kopetzky: „Das ist eine historische Sternstunde für eine humanitäre Welt. Ein starkes Zeichen der Internationalen Rotkreuz-Bewegung mit hoffentlich weiteren Schritten in die richtige Richtung. Für mich ist das eine der wichtigsten Entscheidungen der Rotkreuz-Bewegung des letzten Jahrzehnts.“

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