09.08.2012 13:27

Österreichs größte Blaulichtorganisationen unterstützen Rettungsgasse

Rotes Kreuz und Samariterbund ziehen positive Bilanz

Österreichs größte Blaulichtorganisationen unterstützen Rettungsgasse

 

Seit 1. Jänner gilt auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen das Prinzip der Rettungsgasse. Das Österreichische Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs und ziehen insgesamt eine positive Bilanz.

 

"Zur Rettungsgasse gibt es keine vernünftige Alternative", sagt Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes. "In einfachen Verkehrssituationen funktioniert die Rettungsgasse bereits hervorragend, in den vergangenen Wochen waren unsere Einsatzkräfte oft schneller am Unfallort und konnten damit rascher helfen." In komplexen Verkehrssituationen gäbe es bei manchen Autofahrerinnen und Autofahrern noch Unsicherheiten, daran müsse man weiterhin arbeiten. "Aber in Summe ziehen wir eine positive Bilanz. Ich möchte mich hiermit noch einmal bei allen Autofahrerinnen und Autofahrern bedanken, denn die Rettungsgasse rettet Leben", so Foitik.

Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des ASBÖ, betont die Wichtigkeit der Rettungsgasse in jeder Stausituation: "Neben Unfällen gibt es noch viele andere Notfälle, bei denen ein rasches Vorankommen der Rettungsfahrzeuge wichtig, ja oft sogar entscheidend über Leben und Tod ist - zum Beispiel eine dringende Rettungsfahrt ins Krankenhaus oder zu einem anderen Einsatzort." In der Praxis gäbe es zwar noch Kinderkrankheiten, "aber es dauert nun einmal bis das theoretische Wissen automatisch in den Handlungsablauf übergeht. Hier leistet der Samariterbund in seinen Kursen aktive Aufklärungsarbeit." Jene Verkehrsteilnehmer, die im Stau die freie Bahn für sich ausnutzen, müssten mit Strafen rechnen. "Ganz ohne Sanktionen wird es wahrscheinlich nicht funktionieren", erklärt Hundsmüller.

 

In anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Tschechien, Slowenien und der Schweiz ist die Rettungsgasse schon seit Jahren gelebte Praxis. Alle Informationen zur Bildung und Nutzung der Rettungsgasse finden sich auf www.rettungsgasse.com

 

Rückfragehinweis:
Mag. Monika Primenz,
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: 01 / 589 00 - 153
Mail: monika.primenz(at)roteskreuz.at
www.roteskreuz.at

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