25.02.2015 13:29

Armenien: Katastrophenschutz steht auf dem Lehrplan

In der erdbebengefährdeten Region Jerewan betreibt das Rote Kreuz Schulungen in Katastrophenvorsorge, um Lehrer, aber auch Familien zu wappnen.

Armenien: Katastrophenschutz steht auf dem Lehrplan


Im Rahmen eines dreijährigen Katastrophenvorsorgeprogrammes hat das Armenische Rote Kreuz (ARK) bisher viel dazu beigetragen, durch Schulungen von Lehrern das öffentliche Bewußtsein in der Hauptstadt Jerewan und der im Norden des Landes gelegenen Region Lori zu erhöhen.


Seit Beginn des Projektes vor zwei Jahren wurden in 28 Schuleinrichtungen 160 Lehrer in diversen Trainings geschult, welche die Themen Grundlagen des Zivilschutzes in Schulen, Risiken und Gefahren (und deren Erkennung in den Schulen), Erste Hilfe, Familiennotfallsplanung u.a. umfaßten.

 

Die Trainings gaben den Schullehrern ein besseres Verständnis bezüglich Katastrophen, verschiedenen Gefahren und Verhaltensweisen zum Schutz vor diesen. Karine Saqanyan, Direktorin der Schule Nr. 1 in Jerewan, hat in dieser Hinsicht ihre große Dankbarkeit ausgedrückt, indem sie meinte: „Manchmal vergessen wir, dass wir einer sehr katastrophenanfälligen Region leben und wir sollten berücksichtigen, dass wir Gefahren wie Erdbeben, Überflutungen oder Brände mehrmals in der Vergangenheit erleben mussten. Die Teilnahme an den Trainings hat unser Wissen aufgefrischt und uns neue Denkmuster hinsichtlich Katastrophenvorsorge in Schulen eröffnet und wie wir dazu beitragen können, vorbereitet zu sein“.


Am Ende jedes Trainings zeigten sich die Lehrer höchst motiviert und betonten die Wichtigkeit und ihre Bereitschaft, das gewonnene Wissen an Schüler weiterzugeben. Erwähnenswert ist auch, dass die trainierten Lehrer selbst auch die Initiative ergriffen, um andere Lehrer zu schulen, die ihrerseits wiederum Themen der Katastrophenvorsorge in ihren Unterricht aufnahmen.


Rund 16.500 Schüler wurden bisher im Bereich Katastrophenvorsorge geschult und haben an Zeichen- und Malwettbewerben und Schülerquizzen zu dem Thema teilgenommen. Außerdem haben bisher fast 50.000 Familienmitglieder dieser Schüler ihr Katastrophenbewußtsein erhöht, indem sie – von den Schülern dazu motiviert – Familiennotfallspläne erstellt und andere Vorsorgemaßnahmen in ihren Wohnungen und Häusern getroffen haben, um im Falle des Falles besser gewappnet zu sein.

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